Doppel-Gemeinde hat bislang einzigen Begräbniswald im Kreis Gütersloh ermöglicht
Im Gegensatz zu Halle: In Herzebrock wird Begräbniswald unterstützt

Halle/Herzebrock-Clarholz (SKü). Benedikt Freiherr Teuffel von Birkensee hat seinen Antrag auf Errichtung eines 15 Hektar großen Begräbniswaldes im Tatenhausener Forst zwar zurückgezogen, sodass das Thema auch von der Tagesordnung Sitzung des Hauptausschusses am kommenden Mittwoch wieder gestrichen wurde. Gleichwohl wird die Diskussion um den Friedwald in sozialen Medien munter weitergeführt.

Samstag, 09.03.2019, 06:00 Uhr
Blick auf den zentralen Versammlungsort mit Eichenkreuz im Begräbniswald in Herzebrock-Clarholz. Foto: Herzebrocker Begräbniswald

Die Zahl der Stimmen, die die ablehnende Haltung der Kirchengemeinde und auch der Stadtverwaltung gegenüber einem Begräbniswald kritisch sehen, überwiegt.

Begräbniswald wurde 2012 einstimmig von der Politik unterstützt

Den einzigen Begräbniswald im Kreis Gütersloh gibt es seit 2012 in der Doppelgemeinde Herzebrock-Clarholz. Offizieller Träger des 16 Hektar großen Begräbnisstätte ist die Gemeinde, während der Waldbesitzer Fürst zu Bentheim-Tecklenburg der Betreiber dieses Angebotes ist. Im Gegensatz zu Halle hat der damalige Herzebrocker Bürgermeister das Projekt Begräbniswald unterstützt und im zuständigen Ausschuss gab es ein einstimmiges Votum dafür, obwohl es durchaus skeptische Stimmen in der Verwaltung gab, wie Fachbereichsleiter Karl-Hermann Schlepphorst dem WB verrät.

Im Begräbniswald werden zum größeren Auswärtige beigesetzt

Mit dem Fürsten traf die Gemeinde eine Vereinbarung, wonach sie einen Verwaltungskostenanteil für bürokratische Aufgaben und in der Nähe befindliche Infrastruktur (Friedhofskapelle, Bänke, Parkplätze, Toiletten etc.) erhält. Die Gebühren reichten nicht aus, um die Verluste durch weniger Beerdigungen auf den bestehenden Friedhöfen auszugleichen, sagt der Fachbereichsleiter. Im Jahr wählten fünf bis zehn Herzebrocker den Wald als Ruhestätte. Zum weitaus größeren Teil aber würden Auswärtige im Begräbniswald beigesetzt, der Einzugsbereich gehe weit über den Kreis Gütersloh hinaus. Schlepphorst sieht die Bestattungskultur im Wandel. »Wir müssen als Kommune schon mehr Werbung für die traditionellen Bestattungsformen und die Angebote auf unseren Friedhöfen machen«, sagt er.

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