150 Jahre alter Baum im Garten Deckenbrock stand nicht in den Plänen
Rotbuche erst jetzt kartiert

Halle (WB/kg). Heimischen Naturschützern ist es aufgefallen: Die gewaltige Rotbuche im Garten des Hauses Deckenbrock an der Langen Straße war bisher überhaupt nicht in den Plänen für das Umlegungsverfahren für das Areal zwischen B 68 und Gartenstraße verzeichnet.

Samstag, 09.03.2019, 05:00 Uhr
Erst jetzt fiel es auf: Ein Prachtexemplar von Baum war in den Plänen der Stadt für das Umlegungsverfahren zwischen B 68 und Gartenstraße bisher nicht verzeichnet. Foto: Klaudia Genuit-Thiessen

Das wird jetzt umgehend nachgeholt: Der gesund aussehende Baum, den Umweltbeauftragter Stephan Borghoff auf etwa 150 Jahre schätzt, soll vermessen und kartiert werden.

Im Umweltausschuss ist das Problem am Mittwoch zur Sprache gekommen. Denn die Buche, die 22 bis 25 Meter groß sein dürfte und in ein Meter Höhe mindestens drei Meter Umfang hat, ist vermutlich einem »blinden Fleck« zum Opfer gefallen. Der wurde erst per Zufall bei der neuen Offenlegung der Umlegungspläne sichtbar, wo es eigentlich um Geschosshöhen ging.

Derartige Pläne stellen allerdings auch überbaubare Flächen fest. Abteilungsleiter Michael Flohr aus dem Haller Bauamt: »Um später einmal abwägen zu können, welche Argumente für oder gegen die Bebauung einer Fläche sprechen, lassen wir die Topographie eigentlich einmessen – Bäume ebenso wie Heckenstrukturen.« Die Bestandsaufnahme für das Umlegungsverfahren sei allerdings schon vor Jahren erfolgt, als das Grundstück Deckenbrock noch nicht der Stadt gehörte und zudem von den Gartenstraßengrundstücken aus auch nicht einsehbar war.

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