Aufsichtsrat des Haller Modekonzerns verkauft Aktien und ein Hotel
Ralf Weber macht Kasse

Halle (WB). Angesichts der prekären Lage des Haller Modekonzerns Gerry Weber AG mit der Insolvenz in Eigenverwaltung und eines drohenden Totalverlusts hat der frühere Vorstandschef und heutige Aufsichtsrat Ralf Weber (54) einen Teil seiner Aktien zu Geld gemacht. Wie der Konzern am Mittwoch bestätigte, hat der Sohn von Firmengründer Gerhard Weber am Montag außerbörslich rund 397.000 seiner Aktien zum Stückpreis von 58,661 Cent verkauft. In Summe erlöste Ralf Weber damit knapp 233.000 Euro.

Mittwoch, 06.02.2019, 19:00 Uhr aktualisiert: 06.02.2019, 19:48 Uhr
Ralf Weber hat Aktien des Modekonzerns verkauft.

Jüngsten Angaben zufolge hielt Ralf Weber zuletzt rund 3,9 Prozent am Konzern oder 1,79 Millionen Aktien. Von einem knappen Viertel seines Aktienpakets hat er sich mit dem Verkauf getrennt. Wie berichtet, droht den Aktionären des Modekonzerns durch die Insolvenz in Eigenverwaltung im schlechtesten Fall ein Totalverlust. Sollte ein Investor einsteigen und das Geschäft auf eine neue Gesellschaft übertragen, blieben die Aktionäre nur noch an einer leeren Hülle beteiligt. Neben Ralf Weber halten auch dessen Vater Gerhard Weber noch 29,6 Prozent der Aktien und die Erbengemeinschaft des anderen Firmengründers Udo Hardieck fast 18 Prozent.

Die Familien Weber und Hardieck haben zudem vor einer Woche das »Gerry Weber Landhotel« in Halle an drei hiesige Unternehmer verkauft. Das Haus – nicht zu verwechseln mit dem »Gerry Weber Sportparkhotel« – soll für rund 600.000 Euro den Besitzer zum 1. März wechseln.

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