Verwaltung will auch die laufenden Planung für die Alleestraße nicht unterbrechen
Rathaus lehnt Generalverkehrsplan ab

Halle (WB). Die Planung für den Umbau der Alleestraße wird nicht unterbrochen; die Erstellung eines Generalverkehrsplanes erst nach Abschluss des A33-Lückenschlusses ist aufgrund bereits erheblicher Vorarbeiten nicht nötig; und schließlich ist auch kein Verkehrssteuerungssystem erforderlich, da da laut vorliegenden Prognosen keine gravierenden Veränderungen auf den Straßenzügen erkennbar sind.

Sonntag, 03.02.2019, 11:00 Uhr
Die Alleestraße steht wieder im Fokus. Foto: Küppers

Das sind in Kürze die ablehnenden Antworten, die das Rathaus in einer Vorlage auf entsprechende Anträge der Bürgerinitiative Alleestraße formuliert hat.

Durch Planungsstopp droht laut Verwaltung viel Geld und Zeit verloren zu gehen

Diese Beschlussvorschläge diskutiert der Bau- und Verkehrsausschuss des Rates am Dienstag, 5. Februar, 17.15 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses. Eine sofortige Unterbrechung der Planungen für die Alleestraße sei nicht mehr möglich, argumentiert die Verwaltung. Die Initiative hingegen hatte auf den von der Verwaltung selbst ins Gespräch gebrachten Tunnel unter dem Alten Busbahnhof, der Bahnstrecke und des Friedhof auf die Alleestraße verwiesen. Dieser Vorschlag war als mögliche Lösung bei Realisierung eines großen Aldi-Marktes auf dem Alten Busbahnhof aufgekommen. Das Rathaus hingegen argumentiert, dass an der Alleestraße Handlungsbedarf gegeben sei. Wegen der Ergebnisse einer behördlichen Ortsbegehung wäre ein Verschieben fahrlässig. Derzeit werde durchs Büro Kaulen eine neue Vorplanung erstellt. Bei einem Planungsstopp drohe viel Geld und Zeit verloren zu gehen.

Einen Generalverkehrsplan hält die Verwaltung für überflüssig, weil die Maßnahme Alleestraße bereits aus einer Gesamtverkehrsplanung entwickelt worden sei. Verwiesen wird auf den Verkehrsentwicklungsplan von 2008, dessen Weiterentwicklung 2017 sowie das Nahmobilitätskonzept. Wenn sich Rahmenbedingungen gravierend änderten (Standort Aldi, Umplanung Lange Straße, Baugebiet Masch), könne ein neues Verkehrsgutachten erstellt werden, aber kein Generalverkehrsplan.

Verwaltung befürwortet flächenhafte Tempo-30-Zonen

Schließlich kann die Verwaltung auf der Alleestraße und unteren Bahnhofstraße keine gravierenden Verkehrsveränderungen und somit keine unzumutbaren Härten erkennen. Sie verweist auf Prognosen fürs Jahr 2030, die für die Alleestraße und untere Bahnhofstraße zwischen 9600 und 6300 Kfz in 24 Stunden (abnehmend Richtung Innenstadt) vorhersagt. Die Verwaltung fügt hinzu, dass bei flächenhaften Tempo-30-Zonen sich der Verkehr tendenziell am stärksten reduziere.

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