Haller Grüne wollen eine Umstellung und befürworten den Haushalt 2018 Insektenfreundliche Grünflächen gefordert

Halle (SKü). Die Haller Grünen machen sich große Sorgen um das allgemeine Insektensterben. Mit einfachen Mitteln, so sagen sie, kann eine Stadt wie Halle gegen das Insektensterben vorgehen.

Grünflächen wie diese am Bahnhof können insektenfreundlich gestaltet werden, sagen die Grünen (v.l.) Ingetraud Beckebanze, Kerstin Lemcke, Dieter Jung, Wilfried Zäpernick und Jochen Stoppenbrink.
Grünflächen wie diese am Bahnhof können insektenfreundlich gestaltet werden, sagen die Grünen (v.l.) Ingetraud Beckebanze, Kerstin Lemcke, Dieter Jung, Wilfried Zäpernick und Jochen Stoppenbrink. Foto: Stefan Küppers

In einem Antrag fordern die Grünen die Stadt auf, insbesondere die intensiv gepflegten, nicht für Sport oder Spiel genutzten öffentlichen Rasenflächen artenreich und insektenfreundlich zu entwickeln und zu bewirtschaften. Schließlich nehme mit den fehlenden Insekten auch die Zahl der insektenfressenden Vögel rapide ab.

Ratsherr Dieter Jung hat nach Rücksprache mit der Bauhof-Leiterin Angela Flottmann erfahren, dass es eigentlich keine grundsätzlichen Probleme gibt, die Intensivpflege auf bestimmten Rasenflächen einzustellen. Und wenn man zum Beispiel ein paar Gänseblümchen wachsen lasse, müsse das nicht einmal ungepflegt aussehen, sagt Jung. Ein ähnliches Vorgehen würde er sich übrigens auch auf den Friedhöfen wünschen.

Grüne spenden für Fahrradwerkstatt der Flüchtlingshilfe

»Tue Gutes und rede darüber!« Unter diesem Motto haben die Haller Grünen die Hälfte der Aufwandsentschädigungen für die Ratsmitglieder im Monat Dezember für einen guten Zweck gespendet. Knapp 1000 Euro sind so für die Fahrradwerkstatt der Haller Flüchtlingshilfe zusammen gekommen. Damit wird insbesondere Material für Reparaturen angeschafft, denn die Arbeit erfolgt ja ehrenamtlich.

Haller Haushalt wird befürwortet

Als politisch wenig reparaturbedürftig sehen die Grünen den Haushaltsplanentwurf 2018 an, dem sie im Rat zustimmen wollen. Dass dem Liquiditätsproblem mit neuer Kreditaufnahme begegnet wird, hält Fraktionssprecher Jochen Stoppenbrink für vertretbar. denn im Vergleich zu anderen Kommunen sei die Verschuldung sehr gering. Ansonsten kommt von den Grünen Kritik und auch Lob für die Arbeit der Verwaltung. Im »Jahrtausend des Klimawandels« müsse auch in Halle mehr Leidenschaft für den Klimaschutz gezeigt werden. Die Grünen machen sich stark für die konsequente Fortsetzung im Trennsysteme im Abwasserbereich sowie das Projekt Faulturm an der städtischen Kläranlage. Das Thema komme demnächst wieder auf die Tagesordnung.

Ausdrückliches Lob zollte Stoppenbrink der Verwaltung für das mutige Voranschreiten beim Glasfaserausbau sowie auch für das zunehmend konzeptionellere Arbeiten, zum Beispiel beim Sportentwicklungskonzept. Hier zeige sich, dass repräsentative Bürgerbeteiligung ein gutes Instrument sei, um frühzeitig Ideen aus der Bürgerschaft einzuholen. Das Integrierte Stadtentwicklungskonzept hat sich nach Einschätzung Stoppenbrinks hingegen noch nicht ganz so positiv entwickelt.

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