Wenn das Haller Dorf ein Kurort wäre: Vereine inszenieren eine Riesensause Hörste, wie es matscht und feiert

Halle-Hörste (el). Hörster Talente haben in diesem Jahr nicht nur das Volksfest mit einem tollen Abendprogramm eröffnet. Auch die Spiele am Samstag erforderten Geschick und Wagemut von den Teilnehmern. Dabei haben wieder alle vier Hörster Vereine mitgemacht und sich von ihrer besten Seite präsentiert.

Von Von Eische Loose

Etwas bange haben die Hörster ihrem Volksfest entgegen gesehen. Doch dank der Zusammenarbeit der vier Vereine wurde das Spektakel, so der Vorsitzende der TG Hörste, Frank Klostermann, auch an neuem Platz erneut zum »(Er-)Volksfest«. Das Wetter hatte sogar gelegentlich Erbarmen. So lachte die Sonne zu den »Montagsspielen« ebenso wie zum Festumzug und zur Oldtimer-Schau. Knapp 100 Fahrzeuge parkten hier in bunter Parade, darunter Trecker, Motorräder, motorisierte Fahrräder und natürlich Automobile.

»Hörste hüpft« und eine schlüpfrige Show der Feuerwehrleute

Der Rundgang entlang der verschiedenen Buden war jedoch ein leicht glitschiges Wagnis. Da bauten die Hörster lieber auf die gemütliche Atmosphäre im großen Festzelt. Hier eröffneten Mitglieder der vier Vereine mit einer tollen Show am Freitag das bunte Treiben mit ihren eigenen Ideen: Sigrid und Manfred Klack zeigten für die Kyffhäuser Kameradschaft ihre humorige Seite, spielten einen Bauernsketsch und drei Jägerwitze. Britta Strothans, Nicole Klich und Ronja Oberluggauer faszinierten mit sportlicher Ausdauer und speziellen Sprungfeder-Schuhen. Letztere ermöglichte es den Damen der TG Hörste wie Kängurus zu springen. Nicht umsonst nennen sie ihre Gruppe »Hörste hüpft«.

Ein leicht schlüpfriges Fitness-Programm im Stil alter Aerobic-Kurse präsentierten hingegen die Hörster Feuerwehrmänner. Politisch bissig wurde es schließlich bei den Wandering Boys des Männergesangsvereins. Thomas Wöstmann, Harald Scheer, Franz Graß und Christian Schumacher sangen in der Nachfolge der ehemaligen Wanderburschen von Haller und Hörster Sonderlichkeiten.

Kurort Hörste: Auf der Massagebank gibt es eine Kitzelattacke

Geschicklichkeit war bei den »Montagsspielen« am Samstag gefragt. Sie hatten in diesem Jahr das Motto »Kurort Hörste«, so dass alle ordentlich nass wurden, obwohl es einmal nicht regnete. Beim Wettlauf mit Tabletts voller großer Wassergläser, einer Spezialmassage, die eigentlich eine Kitzelattacke war, und dem Wasserschöpfen nur mit der Kleidung lieferten sich die Mannschaften einen knallharten aber lustigen Wettstreit.

Schließlich konnte Moderator Dr. Peter G. (Peter Goldbecker) ein 2:1 der Feuerwehr gegen den Männerchor verkünden. Er selbst bekam dabei auch eine gute Portion des Hörster Heilschlamms ab. »Doch das wirkt wie ein Jungbrunnen« verkündete er grinsend. Das bewahrte ihn jedoch nicht vor einem Kleidungswechsel, bevor es zum Hemdsärmelball mit der Band »Nightlife« aus Löhne ging.

Nach drei rasanten Tagen endete das Volksfest schließlich recht gemütlich und traditionell mit den beiden großen Umzügen. Den Takt gaben der Spielmanszug Füchtorf und erstmals der Musikzug der Werksfeuerwehr Westag& Getalit vor. Spätestens beim Aufmarsch am Kuchenbuffet waren daher die meisten mit dem recht unerfreulichen Wetter versöhnt. Die Organisatoren zeigten sich auch mit der Resonanz zufrieden.

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