Zwölfjähriger präsentiert beim Hörster Oldtimer-Treffen Deutz-Trecker von 1951 Youngster liebt altes Blech

Halle-Hörste (pes). Das Oldtimer-Treffen beim Hörster Volksfest ist schon im vierten Jahr eines der größten im Kreis Gütersloh. 60 PS-Veteranen waren es im vergangenen Jahr, diesmal hofft die Hörster Vereinsgemeinschaft am Sonntag ab 10.15 Uhr auf 100 Teilnehmer – und natürlich viele Schaulustige.

Sie hoffen Sonntag auf viele Oldtimer-Fans. Jürgen Knehans hat seinen Fiat 500 samt Hänger flott gemacht, Wilfried Böhm bringt sein Fahrrad mit Hilfsmotor mit, Peter Goldbecker von der Vereinsgemeinschaft und Til Indiesteln auf seinem 15er Deutz.
Sie hoffen Sonntag auf viele Oldtimer-Fans. Jürgen Knehans hat seinen Fiat 500 samt Hänger flott gemacht, Wilfried Böhm bringt sein Fahrrad mit Hilfsmotor mit, Peter Goldbecker von der Vereinsgemeinschaft und Til Indiesteln auf seinem 15er Deutz. Foto: Klaus-Peter Schillig

Der jüngste Schrauber im Feld wird zweifellos Til Indiesteln sein. Der zwölfjährige Hörster Junge hat sich als Ersatz für seinen Kett-Car einen 15er Deutz-Trecker von 1951 gekauft und rechtzeitig zum Volksfest erst einmal fahrbereit bekommen. Die Lust zum Schrauben rührt von Mutters Beruf her. Die arbeitet in der Kfz-Werkstatt von Jürgen Knehans. Und der fördert den Nachwuchsschrauber natürlich nach Kräften: »Bis er 16 ist, hat er jetzt Zeit, den Trecker richtig zu restaurieren«, sieht Knehans da ein echtes Langzeitprojekt.

Fiat 500 mit Anhänger

Kennt er ja aus eigener Erfahrung, denn Knehans ist selbst Trecker- und Oldtimer-Besitzer. Als Appetithappen hat er seinen sportlich aufgemotzten 500er Fiat von 1968 aus dem Dornröschenschlaf geweckt und gleich auch noch einen Hänger drangehängt, der 1958 von Kemner in Versmold gebaut worden ist. Und Wilfried Böhm hat seinen Pättkenschnüwer mit auf das Festgelände gebracht, ein mit Hilfsmotor nachgerüstetes Fahrrad von 1951. »Mit so einem Gefährt sind früher die Hebammen über Land gefahren«, hat sich Böhm erzählen lassen. Obwohl man wegen des vorn an der Lenkerstütze angeschraubten Motors fast immer dreckige Finger bekam.

Älter als 30 Jahre

Was noch dazukommt an alten Schätzen ist natürlich völlig offen. »Es kann jeder kommen, der einen fahrbaren Untersatz hat, der älter als 30 Jahre ist – egal ob Trecker, Auto oder Motorrad«, sagt Jürgen Knehans. Die Organisatoren des Hörster Volksfestes wollen auch die Versorgung verbessern. »Es wird eine Kaffee-Bar geben und auch die Getränke- und Imbissstände auf dem Festgelände sind dann schon geöffnet«, kündigt Peter Goldbecker an.

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