Bürgerradweg an der Landstraße wird in dieser Woche geschottert und asphaltiert Lückenschluss nach Kölkebeck

Halle-Kölkebeck (WB). Nach dem absehbaren Lückenschluss der Autobahn steht in Halle in diesen Woche der nächste an: Der Radweg zwischen Bokel und Kölkebeck wird gerade geschottert und in den nächsten Tagen auch asphaltiert.

Von Klaus-Peter Schillig

Meter für Meter arbeitet sich der Schotterbereiter in Richtung Kölkebeck voran. Mit den gleichen Geräten werden auch Asphaltschichten eingebaut. Nur kann hier der Liefer-Lkw nicht voranfahren, sondern fährt parallel auf der Kölkebecker Straße. Ein Gefährt mit Baggerarm und angehängtem Förderband transportiert den Schotter über Grünstreifen und Graben hinweg zur Maschine, die eine bis zu 3,50 breite und 20 Zentimeter dicke Schicht verlegt. »Ein Eigenbau«, erzählt Bauleiter Axel Rolf stolz vom Erfindungsreichtum beim Tiefbauunternehmen Dieckmann aus Versmold und muss dabei das Dröhnen der Straßenwalze übertönen. Die presst den Schotter zu einer dichten Packlage zusammen, auf die wahrscheinlich noch in dieser, spätestens Anfang nächster Woche acht Zentimeter Asphaltragschicht und 2,5 Zentimeter Deckschicht aufgebracht werden.

16 Meter lang und 48 Tonnen schwer ist die in einem Stück aus Haselünne (Emsland) angelieferte Brücke über den Laibach. Foto: Schillig

Gut 2,1 Kilometer fehlen noch an der gesamten Verbindung, die als Bürgerradweg angelegt ist. Das Land zahlt dafür einen festen Zuschuss. Für das letzte Teilstück wären das 520 000 von den geplanten Baukosten von 755 000 Euro. Allerdings kann das Geld noch nicht ganz ausgegeben werden, denn wenige hundert Meter zwischen Ziegelstraße und Bokeler Straße können noch nicht angegangen werden. Die Stadt steckt hier noch in den Grundstücksverhandlungen. »Wir sind aber optimistisch, dass wir das auch bald anpacken können«, sagt Axel Rolf. Zum Glück kann man hier so lange den kleinen Umweg durch Alt-Bokel nehmen, um nicht an der gefährlichen Kölkebecker Straße fahren zu müssen.

48 Tonnen schwere Brücke

Grundstücksfragen und landschaftliche Gegebenheiten sorgen auch auf der jetzt im Bau befindlichen Strecke dafür, dass der Radweg sich um Grundstücke, um empfindliche Wäldchen oder Schaltkästen herumschlängelt und auch mal etwas schmaler wird. Zwei Brücken über den Kleinebach und den Laibach mussten eingebaut werden, beide als Fertigbetonteile geliefert und vor Ort montiert und mit Brückengeländern der Firma Eggert aus Oesterweg gesichert. Vor allem die Lieferung der Laibach-Brücke als 48 Tonnen schweres, 16 Meter langes und 3,25 Meter breites Fertigteil aus Haselünne, erinnert sich Rolf, war ein Kraftakt mit einem Hin- und Her an Transportgenehmigungen, mit der Organisation zweier riesiger mobiler Kräne und Straßensperrung.

Eröffnung erst im September

Man wird auf dem zumeist 2,50 Meter breiten Asphaltband nicht gleich nächste Woche auf dem kompletten Weg von Bokel bis zum Dallweg losradeln können, bremst Axel Rolf allzu große Euphorie. Denn erst einmal müssen noch Markierungen aufgetragen sowie Schilder bestellt und aufgestellt werden. Das alles nach Anordnungen des Straßenverkehrsamtes. Bis in den September hinein könne das dauern.

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