Landwirte aus Brockhagen und Kölkebeck bieten regionales Produkt im Speicher an Dorfmilch frisch vom Bauern

Halle (kg). Viele Kunden haben schon auf das Produkt aus der Region gewartet: Seit Mittwoch gibt es die »Dorfmilch aus Brockhagen« im Haller Marktkauf Speicher. Die nicht homogenisierte Frischmilch stammt von Milchvieh von den Höfen Speckmann in Brockhagen und Wortmann in Kölkebeck.

Jetzt gibt’s die »Dorfmilch aus Brockhagen« im Marktkauf Speicher, auch zur Freude von Kundin Annemarie Reich (3.v.l.). Von links: Marktleiter Paul Penner, Michel und Reinhard Wortmann, »Milchfrau« Tine Gaidzik, Dennis Speckmann und Kai Soetebier.         
Jetzt gibt’s die »Dorfmilch aus Brockhagen« im Marktkauf Speicher, auch zur Freude von Kundin Annemarie Reich (3.v.l.). Von links: Marktleiter Paul Penner, Michel und Reinhard Wortmann, »Milchfrau« Tine Gaidzik, Dennis Speckmann und Kai Soetebier.          Foto: Klaudia Genuit-Thiessen

»Die nicht homogenisierte Milch schmeckt voller und mehr nach Kuh, und sie ist für viele Menschen besser bekömmlich«, ist Dennis Speckmann überzeugt. Der Landwirt und sein Kollege Reinhard Wortmann haben das Projekt »Dorfmilch« und damit ein hierzulande noch frisches Verkaufskonzept gestartet. Vergangene Woche ist es im Marktkauf in Bielefeld-Gadderbaum angelaufen und wird nun in Halle, demnächst auch im Marktkauf in Gütersloh und im Rewe-Markt Avenwedde fortgesetzt. Das Jungvieh wird auf der Hofstelle Wortmann gehalten, inzwischen 270 Milchkühe stehen bei Speckmann an der Kölkebecker Straße 3 in Brockhagen. Von dort liefert Tine Gaidzik als »Milchfrau« das Lebensmittel tagesfrisch vom Bauern im »Speicher« an.

Sie betreut auch die »Tankstelle« im Eingangsbereich des Marktkaufs, wo die Kunden selbst »zapfen«. Dennis Speckmann: »Das System soll Müll vermeiden. Darum gibt es keine Pfandflaschen. Jeder ist für seine Flasche selbst verantwortlich.«

Auch halbe Liter erhältlich

Jeder Kunde kann sein eigenes Gefäß, seine eigene Flasche füllen, wenn sie in den Automaten passt. Wenn nicht: Neben der »Milchtankstelle« steht ein Automat mit spülmaschinenfesten Glasflaschen mit dem Aufdruck »Dorfmilch aus Brockhagen«. Für einen Euro kann man die Nummer eines Faches eingeben und eine Flasche herausnehmen. Für weitere 1,40 Euro gibt es im Nachbar-Automat einen Liter Frischmilch. Sinnigerweise natürlich in »Pullen« ohne Deckel, die bis zum Anschlag nach hinten im Boden des Faches geschoben werden sollten. Für 70 Cent erhältlich ist ein halber Liter.

»In Zukunft wollen wir auch Halbliterflaschen anbieten«, sagt Dennis Speckmann. Ebenfalls Zukunftsmusik ist die Einführung von Kundenkarten, mit denen man für ein Zehn-Euro-Startguthaben einkaufen kann, das wiederum Rabatte möglich macht.

»Wunderbar« findet Annemarie Reich als eine der ersten Kundinnen das neue Angebot. »Wir haben in den vergangenen Wochen schon überraschend viele Anfragen nach der lokalen Milch gehabt«, sagt auch Marktleiter Paul Penner. Er ist ebenfalls überzeugt davon, dass das nachhaltige Projekt in die Zeit passt. Paul Penner: »Regionalität ist das neue Bio«.

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