Nordwestbahn: In Niedersachsen wird neue Sicherungstechnik eingebaut – Busse als Ersatz Eine Woche lang fährt kein Zug

Halle/Bielefeld (WB). Viele Berufspendler müssen eine Woche lang eher aufstehen. Wer mit dem Zug zur Arbeit fährt, muss vom 21. bis 29. Juli auf Busse umsteigen. Der sogenannte Schienenersatzverkehr ist nötig, weil die Bahnstrecke Haller Willem zwischen Bielefeld und Osnabrück komplett gesperrt wird.

Von Klaus-Peter Schillig
Die Nordwestbahn muss vom Abend des 21. Juli eine Woche lang pausieren. In Niedersachsen wird neue Technik für ein elektronisches Stellwerk eingebaut, auf dem NRW-Abschnitt nutzt die DB-Netz die Pause für Wartungsarbeiten am Gleisbett.
Die Nordwestbahn muss vom Abend des 21. Juli eine Woche lang pausieren. In Niedersachsen wird neue Technik für ein elektronisches Stellwerk eingebaut, auf dem NRW-Abschnitt nutzt die DB-Netz die Pause für Wartungsarbeiten am Gleisbett. Foto: Klaus-Peter Schillig

Auslöser sind nach Auskunft von Nordwestbahn-Sprecher Maik Seete Arbeiten an der Leit- und Sicherungstechnik im niedersächsischen Abschnitt der Strecke. In Osnabrück wird die Einrichtung eines elektronischen Stellwerkes vorbereitet, wie es eines in Lage für den ostwestfälischen Raum bereits gibt. Die Verkehrsgesellschaft Landkreis Osnabrück (VLO) muss deshalb auch den von ihr ausgebauten Abschnitt des Haller Willem zwischen Dissen und Osnabrück entsprechend aufrüsten. Gleichzeitig sollen hier Instandhaltungsarbeiten vorgenommen werden.

Bauarbeiten zusammengelegt

Die Nordwestbahn hat deshalb die Deutsche Bahn (DB Netz) angesprochen, im gleichen Zeitraum auch den anderen Streckenabschnitt bis Bielefeld zu sperren, um dort nötige Wartungsarbeiten vorzunehmen. So soll vermieden werden, dass es in den nächsten Monaten eine weitere Sperrung wegen Bauarbeiten gibt. Die DB Netz wird deshalb einen Montagezug losschicken, um den Unterbau der Gleise zu bearbeiten. Samstag, 22. Juli soll nach Auskunft eines Bahnsprechers der Schotter abgezogen werden, für Sonntag und Montag, 23. und 24. Juli, ist die Stopfmaschine bestellt. Gleichzeitig sollen punktuell begleitende Arbeiten stattfinden.

Viel länger unterwegs

Freitag, 21. Juli, werden nur die letzten drei Züge am Abend ausfallen, am 29. Juli soll die Strecke ab Mittag wieder frei sein. Dazwischen müssen Fahrgäste die Ersatzbusse nutzen und sich auf veränderte Abfahrtszeiten einstellen. Während der Haller Willem normalerweise für die Strecke zwischen Bielefeld und Osnabrück eine Stunde und zwölf Minuten unterwegs ist, benötigt der Bus zwei Stunden und 26 Minuten. Schon auf der Strecke zwischen Bielefeld und Halle, die sonst in 26 Minuten bewältigt wird, benötigt der Bus fast eine Stunde.

Veränderte Abfahrtszeiten

Entsprechend ändern sich auch die Abfahrtszeiten. Zur vollen Stunde startet der Bus in Bielefeld am Bahnhof bereits drei Minuten eher, in Quelle-Kupferheide beträgt die Verzögerung gegenüber dem regulären Fahrplan schon neun Minuten, in Steinhagen-Bahnhof eine Viertelstunde. Der Stundentakt auf der Gesamtstrecke sowie der Halbstundentakt zwischen Bielefeld und Halle sollen aber eingehalten werden.

Die genauen Abfahrtszeiten als Download und weitere Informationen sind auf der Internetseite der Nordwestbahn zu finden.

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