Kindertagesstätte Beckmannshof wird durch modernen Neubau ergänzt Die XXL-Lösung bietet viel Platz

Halle (WB). »Wir haben jetzt so viel Platz wie seit 20 Jahren nicht mehr«, sagt Elke Günner, Leiterin der Kindertagesstätte Beckmannshof. Das gesamte Team aus 18 Mitarbeiterinnen sei »einfach glücklich«. Gleiches gilt wohl auch für die 79 Kinder, die hier betreut werden, wenngleich sie die rund zehnmonatige Bauphase als ungemein spannend empfunden haben.

Von Johannes Gerhards
Bürgermeisterin Rodenbrock-Wesselmann (von links), Leiterin Elke Günner und Architektin Birgit Melisch.
Bürgermeisterin Rodenbrock-Wesselmann (von links), Leiterin Elke Günner und Architektin Birgit Melisch. Foto: Johannes Gerhards

Zur Eröffnung machten sich Kollegen anderer Einrichtungen, Vertreter aus Politik und Mitglieder von Förderverein und Elternrat ein Bild von den neuen Räumen und dem großzügigen Außenbereich. Anne Rodenbrock-Wesselmann betonte, man habe sich bewusst für die XXL-Lösung entschieden und sich die auch etwas kosten lassen.

»Früher hätten wir von einer derartigen Aufenthaltsqualität nur träumen können. Sie entspricht in grandioser Weise den aktuellen Anforderungen«, betonte die Bürgermeisterin. Mit Architektin Birgit Melisch habe man einen wahren Glücksgriff für die Top-Einrichtung in Halle getan.

Sicht- und Zugangsachse zwischen Eingang, Neubau und Haupthaus

Die Herausforderung lag in der Sicht- und Zugangsachse zwischen neuem Eingang, Neubau und Haupthaus, dem aus dem 17. Jahrhundert stammenden Beckmannshof. »Bisher hatte die Kita kein Gesicht zur Straße«, erklärte Birgit Melisch, das habe sich nun verändert. Zudem musste ein Höhenunterschied von einem Meter in barrierefreier Bauweise überwunden werden. Die Rampen wurden im Gebäude integriert und verbinden die Gruppenräume mit der Küchenebene.

Von dort führt ein überdachter Gang in den Altbau. Hier sind Sonnen- und Sterngruppe untergebracht, die Mond- und Regenbogengruppe beziehen die neuen Räume inklusive Schlaf- und Sanitärbereich. Anke Hoffmann und Katharina Unger von Elternrat und Förderverein übergaben Geschenke, die Leiterin Elke Günner gerne entgegen nahm.

»Den Bildungsbereich Bauen haben wir in einem Jahr abgeschlossen.«

Das Ziel sei nun erreicht, sagte Hoffmann. Auch wenn der Weg nicht immer im Gleichschritt zurückgelegt wurde. Seit dem 22. Mai werden die neuen Räume genutzt. »Die Kinder klebten am Bauzaun und haben ihre Eindrücke in Bildern festgehalten«, sagte Frauke Zöllner. »Den Bildungsbereich Bauen haben wir in einem Jahr abgeschlossen.«

Die Erzieherinnen ließen sich Notlösungen zum Überbrücken der Raumnot einfallen. Im alten Speicher sei man zusammen gerückt, jetzt befinden sich hier der Personalraum und darüber ein für Therapien und von der Musikschule genutzter Multifunktionsraum. Die Scheune soll Bewegungshaus werden, auf dem alten Spielplatz wird eine »Matschanlage« entstehen.

Die Erweiterung des Außengeländes erledigten Mitarbeiter des Bauhofes. 32 000 Euro gab es für Spielgeräte, Zäune, Tore und die Begrünung. Das Gesamtprojekt kostet knapp 1,3 Mio. Euro. Eine Photovoltaikanlage soll in drei Wochen montiert werden, die Heizung erfolgt über Luft-Wärmepumpe in Verbindung mit Gas-Brennwerttechnik. LED-Lampen bieten optimale Lichtverhältnisse.

Auch die Küche ist bestens ausgestattet. Darüber freuen sich vor allem Birgit Höcker-Schnittke und Astrid Duhay, die guten Kontakt zu den Kindern pflegen und diese mit frisch zubereiteten Mahlzeiten versorgen.

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