Inhaberin Antje Siekendiek will Hotel und Gastronomie aus einem Guss betreiben Restaurant Hollmann ist wieder eröffnet

Halle (SKü). Auf diese Nachricht haben viele Haller gewartet. Nach der längsten Pause in der 140-jährigen Geschichte des Gasthauses Hollmann hat Inhaberin Antje Siekendiek das Restaurant nach umfänglichen Umbauten und Sanierungen wieder eröffnet.

Durch Raumverlagerungen ist das Restaurant größer geworden

Nach einer »heimlichen Testphase« in der vergangenen Woche, als viele Haller und auch Auswärtige schon mal die abwechslungsreiche Speisekarte (von Tofu über Zanderfilet bis Rib-Eye-Steak) des neuen Kochs Marcel Attianese ausprobierten, war an diesem Freitag die offizielle Einweihung mit Ehrengästen angesetzt. Offiziell eröffnet ist das Restaurant an diesem Sonntag ab 17 Uhr.

Durch die Verlagerung und den Umbau von Räumen ist für den Restaurantbereich eine Menge Platz gewonnen worden. Der Gast trifft zunächst auf eine Empfangstheke, die den Raum öffnet und das Motto von Inhaberin Antje Siekendiek unterstreicht: »Das Restaurant soll ein offener Ort der Lebensfreude und Kommunikation sein.« In einem bistro-ähnlichen Bereich sitzen die Gäste auf modernen Hochstühlen. Dahinter öffnet sich der übrige Restaurantbereich mit normaler Bestuhlung. Neu gewonnen wurde ein Verbindungsraum zum Biergarten im Innenhof. Bei Hollmann soll es übrigens einen Mittagstisch geben.

Inhaberin will Hotel und Restaurant aus einem Guss formen

Antje Siekendiek zeigte sich bewegt, als sie die aufregenden vergangenen Monate Revue passieren ließ, in denen sie sich entschloss, neben dem gut laufenden Hotel nun auch das Restaurant zu führen und in dieses erheblich zu investieren. Mit Zuversicht und in Vertrauen auf die Zukunft will sie nun beide Betriebsteile in eigener Verantwortung aus einem Guss formen. Die lange Tradition des Hauses Hollmann empfindet sie dabei nicht als Verpflichtung, sondern vielmehr als Ansporn. Ihren Ausdruck findet diese lange Geschichte in einer riesigen Wandtapete am Kopfende des Restaurants, die ein Familienfoto vor der Gastwirtschaft aus dem Jahre 1907 darstellt. Dass sie zuletzt ganz viel Unterstützung von Bürgern verspürte, die ihr Mut zusprachen, hat Antje Siekendiek sehr gefreut. Genau wie der Umstand, dass sie schnell ein neues Team gefunden hat, das übrigens noch weiter aufgestockt werden soll. Auch werde bei Hollmann wieder ausgebildet.

DEHOGA-Chef lobt die gute Zusammenführung

Der stellvertretende Bürgermeister Dieter Baars machte in einer launigen Ansprache deutlich, wie wichtig es für Halle ist, dass dieses innenstadtnahe Restaurant wiederbelebt worden ist. »Wir wünschen, dass der Pioniergeist mit Erfolg belohnt werden wird«, sagte er. Thomas Keitel, Hauptgeschäftsführer des Hotel- und Gaststättenverbandes, lobte, wie gut die Zusammenführung von ehemals getrennten Bereichen bei Hollmann gelungen sei. Gäste seien sehr anspruchsvoll geworden. Aber Gastronomen, die stets mit der Zeit gingen, schafften die unmöglichsten Dinge.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.