Amtsgericht Halle sieht keine dringenden Gründe zum Entzug der Fahrerlaubnis Angeklagter behält Führerschein

Halle (WB/pes). Der tödliche Unfall vom 7. Juli 2016 hat für den 21-jährigen Angeklagten und mutmaßlichen Unfallverursacher aus Versmold noch keine strafrechtlichen Konsequenzen. Das Amtsgericht Halle hat jetzt die von der Staatsanwaltschaft beantragte vorläufige Entziehung der Fahrerlaubnis abgelehnt. Eine Entscheidung sei bis zum Abschluss der Hauptverhandlung zurückgestellt.

Sattel und Tasche des Fahrrades sind nach dem tödlichen Zusammenprall auf der Tatenhausener Straße viele Meter über die Fahrbahn geschleudert worden.
Sattel und Tasche des Fahrrades sind nach dem tödlichen Zusammenprall auf der Tatenhausener Straße viele Meter über die Fahrbahn geschleudert worden. Foto: Gabriele Grund

Der Prozess ist vertagt, weil die Verteidigung noch weitere aufwendige Gutachten gefordert hatte. Die Anklage wirft dem jungen Versmolder Bundeswehrsoldaten vor, durch stark überhöhte Geschwindigkeit den Unfall in der Nacht verursacht zu haben , bei dem ein 53-jähriger Radfahrer ums Leben kam.

Im Prozess wurde deutlich, dass der vermeintliche Raser auch nach dem Unfall wieder mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit geblitzt worden war. Dennoch sieht das Gericht keine Gründe, den Angeklagten als ungeeignet zum Führen von Kraftfahrzeugen anzusehen.

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