Auf dem Centre Court liegt der Premium-Rasen für die Gerry Weber Open Nur noch die Halme kürzen

Halle (WB/fs). Ob Wimbledon oder Halle – einen Unterschied in der Rasenqualität werden die Tennisstars vermutlich nicht ausmachen können. Denn auch im Haller Gerry-Weber-Stadion liegt nur die Premiumklasse des Spieluntergrunds. Dieser ist für die 25. Ausgabe des ostwestfälischen Turniers in gut zwei Wochen bereits in hervorragendem Zustand.

Turnierdirektor Ralf Weber (links) und Greenkeeper Phil Thorn finden für jedes Rasenstück den richtigen Platz.
Turnierdirektor Ralf Weber (links) und Greenkeeper Phil Thorn finden für jedes Rasenstück den richtigen Platz. Foto: F. Schlottmann

Bei der Vorbereitung auf die Gerry-Weber-Open vom 17. bis 25. Juni werden Qualität und Innovation groß geschrieben. Zur ersten Veranstaltung des Tennisturniers 1992 war der Rasen noch fest im Stadion installiert. Über die Jahre hinweg haben sich die Veranstalter und das GreenkeeperTeam immer wieder neue Techniken einfallen lassen, um die Spielfläche zu optimieren.

Mittlerweile wächst und gedeiht der besonders strapazierfähige Lolium-Rasen das ganze Jahr über direkt hinter den Trainingsplätzen. Erst kurz vor Turnierbeginn wird dieser dann auf 400 einzelnen Paletten, die jeweils aus zwei mal ein Meter großen Stücken bestehen, per Gabelstapler in das Stadion gebracht und auf dem 800 Quadratmeter großen Centre Court zusammengesetzt. »Jedes Stück ist nummeriert und wird auch im Stadion an exakt dieselbe Stelle gelegt wie zuvor draußen. So können wir Schnittkanten minimieren«, erklärt Greenkeeper Phil Thorn.

Innovationen direkt aus Halle

Um Spielern und Zuschauern das beste Grün zu bieten, sind einzig für das Haller Stadion Belüftungsanlagen direkt am Spielfeldrand entwickelt worden, die den Rasen trocknen und aushärten. »Das sind eigens von uns entwickelte Innovationen, die mittlerweile auch in London genutzt werden«, sagt Turnierdirektor Ralf Weber.

Was neueste Techniken in puncto Rasenbeschaffenheit anbelangt, arbeitet das Gerry-Weber-Team Hand in Hand mit den Experten aus Wimbledon. »Nur die Halmlänge muss noch auf sieben Millimeter gekürzt werden. Dann ist alles perfekt«, sagt Phil Thorn.

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