Zwölf-Parteien-Haus entsteht auf dem Gelände der ehemaligen Tischlerei Ehrke Wohnen am Spitzenkamp

Halle (WB). Eine große Baulücke direkt an der Werther Straße wird in den nächsten zwölf Monaten geschlossen. Auf dem Gelände der ehemaligen Tischlerei Ehrke hat das Wertheraner Unternehmen Fischer-Bau Immobilien mit den Vorbereitungen für ein »Doppelhaus« mit zwölf Mietwohnungen begonnen.

Von Klaus-Peter Schillig
Die Vorbereitungen für den Neubau sind in vollem Gange. In einem Jahr sollen die zwölf Wohnungen bezugsfertig sein. Zu erkennen ist auch die künftige Ausfahrt auf die Werther Straße (links), die wegen der Kurve bei den Behörden lange umstritten war.
Die Vorbereitungen für den Neubau sind in vollem Gange. In einem Jahr sollen die zwölf Wohnungen bezugsfertig sein. Zu erkennen ist auch die künftige Ausfahrt auf die Werther Straße (links), die wegen der Kurve bei den Behörden lange umstritten war.

Die Baugesellschaft aus Werther ist allerdings nicht selbst Bauherr, sondern wird das Gesamtobjekt schlüsselfertig für den Investor Olaf Gödecke aus Bielefeld erstellen. Der Versicherungsmakler hat in der Vergangenheit schon mehrere Gebrauchtimmobilien gekauft und tritt bereits als Vermieter auf, nach eigener Aussage lässt er aber jetzt zum ersten Mal neu bauen. Und zum ersten Mal wird er auch in Halle aktiv.

Alle Altersgruppen ansprechen

Gödecke springt aber nicht auf den Zug, nur seniorengerechte Wohnungen anzubieten. Er möchte ein gemischtes Publikum ansprechen für die beiden miteinander verbundenen Sechs-Parteien-Häuser mit Wohnflächen zwischen 70 und 125 Quadratmetern. Er habe sie deshalb von Fischer-Bau auch unterschiedlich konzipieren lassen. »Ein Haus wird mit Fahrstuhl und Keller gebaut, eins ohne Fahrstuhl und ohne Keller«, erläutert Gödecke die Pläne. Die Wohnungen im zweiten Fall seien von Monique Fischer aber so konzipiert worden, dass ausreichend Abstellmöglichkeiten innerhalb der Wohnungen vorhanden seien.

Das Bild auf dem Bauschild zeigt große Balkone zur Sonnenseite und Terrassen für die Erdgeschosswohnungen. Foto: Schillig

Geheizt wird der Doppelkomplex mit einer Pelletsheizung, die Energieeffizienzklasse 55 dürfte den Verbrauch allerdings auf ein Minimum begrenzen. Olaf Gödecke wird die Vermietung selbst in die Hand nehmen, hat aufgrund des Bauschildes mit seiner Telefonnummer auch schon erste Anfragen erhalten. »Erstaunlicherweise beziehen die sich vor allem auf das Dachgeschoss«, staunt er über die Vorlieben.

Zufahrt auf die Werther Straße

Schon seit zwei Jahren liegt das Grundstück an der Ecke Werther Straße und Spitzenkamp brach, nachdem dort die frühere Tischlerei Ehrke abgerissen worden ist. Ein erster Versuch eines Investors aus Steinhagen, dort einen Komplex mit zwölf Eigentumswohnungen zu errichten, war nicht zustande gekommen, das Grundstück deshalb weiter verkauft worden. Auch in der damaligen Planung war bereits die Ein- und Ausfahrt zur Werther Straße hin vorgesehen, obwohl sowohl städtisches Bauamt wie auch das Straßenverkehrsamt beim Kreis anfänglich Bedenken geäußert hatten.

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