Haller Süßwarenhersteller Stork klagt gegen Zuckerkartell: Zuständigkeit strittig
Zucker-Prozess startet zäh

Hannover/Halle (dpa/WB/OH). Im millionenschweren Schadenersatzprozess des Haller Süßwarenherstellers Storck gegen drei Zuckerhersteller hat sich das Gericht am Dienstag vertagt. Zunächst soll geklärt werden, ob das Landgericht Hannover überhaupt zuständig ist. Storck fordert von den Kartellanten 85 Millionen Euro.

Mittwoch, 05.04.2017, 11:22 Uhr
Symbolbild. Foto: dpa

Zum Verhandlungsauftakt sagte der Vorsitzende Richter, er gehe davon aus, dass im Falle des Zuckerherstellers Südzucker keine Zuständigkeit bestehe. Sowohl Südzucker als auch Pfeifer & Langen (Diamantzucker) hatten eine sogenannte Zuständigkeitsrüge ausgesprochen.

Der Storck-Anwalt beantragte die Klärung der Zuständigkeit am Oberlandesgericht in Celle. Den Beklagten wurde eine Frist von zwei Wochen für Stellungnahmen eingeräumt. Außerdem forderte der Richter Klarheit in der Frage, ob die Feststellungen des Kartellamts unstrittig sind. Der Prozess wurde vertagt, ein neuer Termin soll von Amts wegen festgelegt werden.

Der Prozess ist Folge eines aufgedeckten Kartells von Südzucker, Nordzucker sowie Pfeifer & Langen. Aus Sicht des Kartellamts haben die Zuckerhersteller über mehrere Jahre hinweg bis 2009 Verkaufsgebiete, Quoten und Preise abgesprochen. Das ist verboten, weil es Wettbewerb verhindert und somit zu hohen Preisen führt. 2014 hatte das Bundeskartellamt Bußgelder von insgesamt 280 Millionen Euro gegen die drei Unternehmen verhängt.

Mehr lesen Sie am Mittwoch, 5. April, im WESTFALEN-BLATT.

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