Beim »Spiel ohne Grenzen« in Kölkebeck kommen Teilnehmer nicht um Fußball herum Flaschen sind zum Schießen da

(WB). Das »Spiel ohne Grenzen« ist seit 28 Jahren ein fester Bestandteil des Kölkebecker Sommertreffs. Doch wenn es um Fußball geht, hört der Spaß auf. So gab es am Wochenende wegen der Terminkollision mit dem Deutschlandspiel nur zwei Spielstationen, an denen die Teilnehmer antreten konnten.

Eine Frage der Präzision: Die Gruppe »Cowgirls« versucht in dieser Szene, beim »Spiel ohne Grenzen« möglichst gut abzuschneiden. Fußball ist eben allgegenwärtig.
Eine Frage der Präzision: Die Gruppe »Cowgirls« versucht in dieser Szene, beim »Spiel ohne Grenzen« möglichst gut abzuschneiden. Fußball ist eben allgegenwärtig. Foto: Sara Mattana

Kein Wunder also, dass sich die insgesamt 14 dreiköpfigen Mannschaften umso mehr ins Zeug legten, um sich gegen ihre Konkurrenten durchzusetzen. Und die dank Europameisterschaft allgegenwärtige Fußball-Thematik blieb auch in der ersten Spielrunde nicht aus: Drei Versuche hatte jeder Teilnehmer, um mit einem Ball zehn Wasserflaschen zu Fall zu bringen. Dabei musste mit dem Fuß geschossen, zwischen Beinen hindurchgerollt und von einem Stuhl aus geworfen werden.

Wem Geschwindigkeit leichter fällt als Präzision, der kam beim »Spiel ohne Grenzen« ebenfalls auf seine Kosten. Mit großen Holz-Skiern musste im Team so schnell wie möglich das Ziel erreicht und ein Sandsack in einen Eimer befördert werden. Sieger bei dem tollen Spiel war am Ende das Trio Kölkebeck-Nord II vor der Landjugend Brockhagen-Kölkebeck auf Platz zwei und TSG Kölkebeck-Bokel auf Platz drei.

Bei so viel Sportlichkeit durfte beim Sommertreff selbstverständlich auch die Live-Übertragung des EM-Achtelfinalspiels nicht fehlen, wobei die rund 150 Besucher ihren Favoriten Deutschland anfeuerten. Wegen der Verlängerung und des anschließenden Diskussionsbedarfs blieb die Feiergemeinde noch lange vor Ort. »So viele Besucher, die auch noch so lange geblieben sind, hatten wir schon lange nicht mehr«, sagte Jürgen Vemmer.

So startet der sonntägliche Frühschoppen nur zögerlich, weil die letzten Gäste erst fünf Stunden zuvor den Heimweg angetreten waren. Doch langsam lockten die Klänge des Posaunenchors Hörste-Hesselteich-Bockhorst unter der Leitung von Thorsten Scholz die Nachbarn erneut zum Festplatz, wo schon Wolfgang Körner alias Clown Theo bei Alt und Jung für gute Laune und schnelle Hilfe gegen Kater sorgte.

Auch der Landfrauenverband Brockhagen-Kölkebeck hat sich anlässlich der großen Feier eine besondere Aktion einfallen lassen: »Rund um die Kuh« hieß ihr Programm, mit Wettmelken, Kuhmasken-Basteln und einem Himmel-und-Hölle-Spiel voller Fragen zu dem Nutztier. »Die sinkenden Milchpreise werden momentan so oft in den Medien thematisiert, dass wir diesen Anlass nutzen wollten, um zu zeigen, wie wertvoll Milch ist«, sagte Melanie Kronsbein von den Landfrauen. Nicht zuletzt gehörte darum auch ein Knochen-Mann zum Bastelangebot: Mit dem Milch-Calzium wird schließlich das Skelett aufgebaut.

Zielsicherheit war am Sonntag ebenfalls gefragt. So konnten Kinder und Erwachsene bei Eckhard Niermann mit dem Bogen auf Scheiben schießen. Andere versuchten mit der Handspritze ein Holzhäuschen zu löschen. Eine Motorradausstellung rundete den Familientag des Sommertreffs ab.

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