Beamter wollte Graffiti-Sprayer festnehmen Schuss löst sich aus Polizei-Pistole

Halle (WB). Bei der Festnahme eines Graffiti-Sprayers hat sich aus der Pistole eines Polizisten ein Schuss gelöst. Der Polizist hatte den Sprayer verfolgt.

Symbolfoto
Symbolfoto Foto: dpa

Am späten Mittwochabend gegen 20.20 Uhr teilte ein Zeuge der Polizeiwache in Halle mit, dass er gerade zwei junge Männer gesehen habe, die einen Brückenpfeiler an der Brückenbaustelle der A33 an der Theenhausener Straße mit großflächigen Schriftzügen besprühen.

Als der eingesetzte Streifenwagen am Brückenpfeiler ankam, waren die beiden beschriebenen Personen gerade im Begriff, mit ihren Fahrrädern davon zu fahren. Als sie den Streifenwagen bemerkten, flüchteten sie in entgegengesetzter Richtung.

Einer der Tatverdächtigen kam dabei mit seinem Rad zu Fall. Dabei rollten mehrere Gegenstände von seinem Gepäckträger auf den Weg. Der Flüchtige nahm augenscheinlich einen Gegenstand in die Hand und lief in einen angrenzenden Wald.

Ein Polizeibeamter lief hinter den Tatverdächtigen her in den Wald hinein. Da der Beamte zuvor nicht genau erkennen konnte, was für einen Gegenstand der Flüchtige an sich genommen hatte, zog er aus Gründen der Eigensicherung seine Dienstwaffe und hielt sie in der Hand.

Beim Weiterlaufen löste sich versehentlich ein Schuss aus der Waffe, die Kugel schlug im Erdboden des Waldes ein. Wenig später konnte der Beschuldigte eingeholt und zur Polizeiwache nach Halle gebracht werden. Es handelte sich um einen 15-jährigen Jugendlichen aus Halle.

Sein Mittäter, ein 16-jähriger Jugendlicher aus Halle, wurde zeitgleich bei seiner Flucht auf dem Weg in Richtung Alleestraße von anderen Polizeibeamten festgenommen und ebenfalls zur Polizeiwache nach Halle gebracht.

Beide Beschuldigten wurden wegen des Vorwurfs der Sachbeschädigung durch Graffiti im Beisein ihrer Erziehungsberechtigten vernommen und danach entlassen.

Nach bisherigen Feststellungen kommen die beiden Haller für zirka zehn weitere Sachbeschädigungen durch Graffitis in Frage.

Kommentare

Hoffentlich werden die Jugendlichen zur Rechenschaft gezogen und müssen den Schaden bezahlen!
Es ist echt traurig, dass diese soeben erbauten Brücken von diesen Schmierfinken verschandelt werden!
Aber wahrscheinlich wird hier wieder zu lasch gehandelt und es auf eine schwere Kindheit oder ähnliches geschoben.



Strafen zu lasch

@Almuth Wessel

Was soll das? es war doch deutlich zu lesen es ging um Eigensicherung in der Dunkelheit. Der Täter hätte auch eine Machete im Fahrradkorb haben können die er aufhob, kann man im Dunkeln schlecht sehen.

Man muss als Polizist der einen Täter jagt auch damit rechnen und der Polizist macht mit dem fangen solcher Leute nur seinen Job. Ich denke das ist keineswegs eine angenehme Situation für einen Polizist und wir Bürger erwarten effiziente Behörden. Und es werden leider viel zu wenig von diesen Schmutzfinken erwischt die unsere Städte regelrecht verschandeln und die Strafen sind auch viel zu lasch!


Mit Kanonen auf Spatzen schießen?

Mit der gezogenen Dienstwaffe gegen Graffiti-Sprayer - und demnächst mit dem Panzerspähwagen gegen Falschparker? GEHTS NOCH???

3 Kommentare

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