Umzug wird vorbereitet Keine neuen Flüchtlinge in Halle

Halle (WB/pes). Die Verantwortlichen der Stadt Halle sind sauer auf die Bielefelder Außenstelle des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge. Seit zwei Monaten schon warten etwa hundert Personen in Halle darauf, dort einen Termin zu bekommen, um sich überhaupt als Asylsuchende registrieren zu lassen.

Symbolbild.
Symbolbild. Foto: dpa

»Das ist eine unerträgliche Situation und nicht mehr hinnehmbar«, sagte Hermann Bußmeyer, Abteilungsleiter Soziales.

Außer einem Familiennachzug hat die Stadt zuletzt keine neuen Zuweisungen bekommen, wie Bürgermeisterin Anne Rodenbrock-Wesselmann jetzt im Jugend- und Sozialausschuss berichtete.

450 Flüchtlinge in Halle

Demnach gibt es in Halle jetzt 450 Flüchtlinge, darunter 227, die in 57 Familien zusammengehören. Die meisten Menschen stammen aus Syrien und dem Irak, außerdem aus Afghanistan, Bangladesh, Iran, Eritrea, Marokko und Algerien.

Untergebracht sind die Flüchtlinge in 51 verschiedenen Gebäuden, darunter 28 städtische Immobilien und 23 angemietete und private Objekte.

Sporthalle ist inzwischen geräumt

»Die Sporthalle und das Lehrschwimmbecken sind inzwischen geräumt, die Menschen von dort wohnen jetzt größtenteils im ehemaligen Möbelhaus Wolff. Wir halten die Sporthalle aber weiter vor. Wir wissen ja nicht, was noch kommt«, sagte die Bürgermeisterin.

Zur Zeit werde überlegt, welche Menschen in die Wohnanlage am Schulzentrum umziehen könnten. Angedacht sind vor allem Familien mit Kindern.

Umzug soll Verbesserung für Familien sein

Man müsse sich in jedem Einzelfall die Frage stellen, ob ein Umzug eine Verbesserung darstelle. Denn auch unter beengten Verhältnissen wären die Flüchtlinge mitunter in kirchlichen Unterkünften besser umsorgt.

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