Bernhard Strecker will mit Festival ein Zeichen gegen die Sorgen der Menschen setzen »Wo Liebe ist, kann Angst nicht sein«

Halle(WB). Ein besonderes Highlight bekommt die ostwestfälische Kunstwelt vom 5. Mai bis zum 28. Mai zu sehen. Unter dem Motto »Im Namen der Blume« lädt der Berliner Architekt Bernhard Strecker zu zum eintrittsfreien, sechstägigen Festival »Blauer Teuto« ein.

Von Anna Lisa Tibaudo
Bernhard Strecker (hier mit einem Blumenfoto von Reinhard Görner) veranstaltet auf der Museumsinsel Halle und im Strecker-Museum in Melle ein eintrittsfreies, sechstägiges Festival aus Ausstellung, Poesie und Musik. Mit einer Hommage an die Friedensbewegung möchte er damit ein Zeichen setzen gegen die zurzeit herrschenden Irritationen, Ängste und Sorgen der Menschen in unserer Gesellschaft.
Bernhard Strecker (hier mit einem Blumenfoto von Reinhard Görner) veranstaltet auf der Museumsinsel Halle und im Strecker-Museum in Melle ein eintrittsfreies, sechstägiges Festival aus Ausstellung, Poesie und Musik. Mit einer Hommage an die Friedensbewegung möchte er damit ein Zeichen setzen gegen die zurzeit herrschenden Irritationen, Ängste und Sorgen der Menschen in unserer Gesellschaft. Foto: Anna Lisa Tibaudo

Es bietet eine Mischung aus Ausstellung, Poesie und Musik auf der Museumsinsel in Halle und im Sigmund Strecker-Museum Melle-Neuenkirchen. »Mit einer Hommage an die Friedensbewegung Flower Power möchte ich ein Zeichen setzen gegen die zurzeit herrschenden Irritationen, Ängste und Sorgen der Menschen in unserer Gesellschaft. Denn wo Liebe ist, da kann Angst nicht sein«, sagt der Sohn des verstorbenen Malers Sigmund Strecker, dessen bevorzugte Sujets neben Landschaften und Stillleben hauptsächlich die Blumen waren. Der Schwerpunkt lag auf Form und Farbe. Sein Anliegen war es, dass das Bild reich genug ist, um für den Betrachter eine »Nahrung« sein zu können. Diesen Gedanken fasst sein Sohn Bernhard wieder auf in der Hoffnung, damit Gutes bewirken zu können.

Der Auftakt des Festivals mit mehreren beteiligten Künstlern ist am Donnerstag, 5. Mai, um 11 Uhr, auf der idyllischen Museumsinsel an der Gartenstraße in Halle. Im Garten unter den Arkaden einer klassizistischen Holzkonstruktion stellt der Architekturfotograf Reinhard Görner 44 Makroaufnahmen zum Thema Pflanzenräume aus. Auf der Suche nach der Tür zu Alice‘s Wunderland geht der Fotograf auf Entdeckungsreise entlang der Blätter, Stängel und Blüten. Dabei faszinieren ihn merklich das Farbenspiel und die Spannung zwischen Schärfe und Unschärfe. Den Zauber der Blüte und des Lebens greift die Musikerin Anne Kaftan mit Saxophonklängen auf. Sängerin Noel rezitiert dazu Texte aus der Friedensbewegung.

Weitere Events im Meller Museum

Die nachfolgenden Veranstaltungen finden allesamt im Sigmund Strecker-Museum in Melle-Neuenkirchen statt. Am Sonntag, 8. Mai, um 16 Uhr, gastiert dort das Dan-Dann-Marionettentheater. Geheimnisvoll zelebriert es in Abschied und Vermächtnis die große stille Macht der Blume, sprachlich untermalt von dem Sonett »An die Sternen« von Andreas Gryhius.

Am Samstag, 14. Mai, um 20 Uhr, kommt es zu einer musikalischen Begegnung zwischen Finnland und Graubünden Schweiz. Die Künstlerinnen Anna-Katariina Hollmerus und Corin Corin Curschellas wirken an Dulcimer, Ukulele, Akkordeon, Kalimba, Alptrichter und Shrutibox und zelebrieren die musikalische Harmonie ihrer Länder.

Am Sonntag, 22. Mai, um 20 Uhr, wird ein musikalischer Abend mit Antikriegsliedern und -gedichten unter dem Motto »Sag mir, wo die Blumen sind« stattfinden. Den Abschluss des Festivals bildet am Samstag, 28. Mai, 20 Uhr, ein klassisches Konzert aus Piano, Cello und Gesang der Künstler Oona Kastner, Markus Schwartze und Willem Schulz.

»Sie sind bereit zu spielen, was das Zeug hält – beschwörend, mahnend, erinnernd. So entstehen apokalyptische und paradiesische Klanglandschaften«, verspricht Bernhard Strecker.

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