Gütersloh
Wasserverbrauch in Haushalten steigt an

Gütersloh (akl) - Homeoffice, ausbleibende Reisen, vermehrtes Händewaschen: Der Wasserverbrauch - vor allem im privaten Bereich - ist durch die Corona-Pandemie vielerorts angestiegen. Auch in Gütersloh ist die Trinkwasserabgabe im Geschäftsjahr 2020 um knapp 1,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen.

Montag, 03.05.2021, 07:00 Uhr aktualisiert: 03.05.2021, 07:31 Uhr
Vor allem im privaten Bereich ist ein Anstieg des Wasserverbrauchs im vergangenen Jahr in Gütersloh erkennbar gewesen. Gründe dafür sind zum Beispiel Homeoffice und ausbleibende Reisen durch die Corona-Pandemie.

Von 5,5 auf 5,6 Millionen Kubikmeter ist die Abgabe im vergangenen Jahr in Gütersloh angestiegen. Auch der Pro-Kopf-Verbrauch war mit 130 Litern pro Einwohner höher als im Vorjahr (126 Liter). 

Homeoffice und ausbleibende Reisen haben Einfluss

Der Anstieg liege noch im Bereich der normalen Schwankungen. Trotzdem „lässt er sich mit den Auswirkungen durch Homeoffice und ausbleibende Reisen erklären“, sagt Dr. Mechtild Meier, Leiterin Technik und Erzeugung bei den Stadtwerken Gütersloh. Normalerweise sei zum Beispiel mit Beginn der Ferien ein Rückgang in der Wasserabgabe festzustellen. Der sei dieses Jahr jedoch ausgeblieben. Und es würden sich durch das Arbeiten von zu Hause auch die vermehrten Toilettengänge bei dem Verbrauch in Wohngebieten bemerkbar machen. 

„Wir haben sogar damit gerechnet, dass der Anstieg insgesamt noch deutlicher ausfällt“, sagt Meyer. Es habe die Befürchtung gegeben, die vorhandenen Kapazitäten komplett ausschöpfen zu müssen. „Wir waren dann angenehm überrascht, dass es zu keinem Zeitpunkt zu Engpässen kam.“ Zur Not seien aber auch genügend Reserven vorhanden gewesen. 

Anstieg schon 2020 zu beobachten

Im Gegensatz zum generellen Anstieg des Wasserverbrauchs sei der Verbrauch in Gewerbegebieten etwa gleich geblieben. „Daran lässt sich erkennen, dass der Wasserverbrauch der Angestellten nur einen sehr geringen Anteil darstellt“, sagt Meyer. 

„Leichte Steigerungen im Wasserverbrauch haben wir auch in den vergangenen Jahren schon beobachten können“, sagt Meier. Dies sei vor allem mit den steigenden Temperaturen zu erklären. Dadurch hätte zum Beispiel in Gärten mehr gewässert werden müssen. Auffallend sei außerdem, dass in den vergangenen Jahren, in denen es sehr heiß war, bis immer später in die Abendstunden einen erhöhten Verbrauch gegeben habe.

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