Gütersloh
Im Sportstudio mit Bitcoins zahlen

Gütersloh (rebo) -  Den Beitrag fürs Fitnessstudio mit einer Kryptowährung bezahlen? Was für Menschen, die an Scheinen und Münzen in ihrem Portemonnaie hängen, wie ferne Zukunftsmusik klingen mag, soll im Studio-84 an der Kahlertstraße schon bald Realität werden.

Sonntag, 25.04.2021, 19:19 Uhr
Symbolische Münzen für die Kryptowährungen Bitcoin (links) und Ethereum: Andreas Agelidakis, Inhaber des Sportstudios Studio 84 an der Kahlertstraße, will die Online-Währungen künftig als Zahlungsmittel akzeptieren. Foto: Bojak

Inhaber Andreas Agelidakis hat bereits ein sogenanntes Wallet – ein digitales Konto für Kryptowährungen – für seinen Betrieb eingerichtet. Theoretisch könnten Mitglieder des Studios schon jetzt ihre Beiträge dorthin überweisen. „Das Thema Kryptowährungen ist inzwischen in aller Munde“, sagt Agelidakis. Er selbst habe sich vor einigen Jahren auch nur sehr oberflächlich für die Online-Währungen interessiert. 

Neugierig machen 

Ein Freund habe ihn darauf gebracht, die spannende Entwicklung von Bitcoin und Co. intensiver zu verfolgen. „Mit meiner Idee, diese Währung bei uns im Studio zu etablieren, möchte ich unseren Kunden einen Anreiz geben, sich ebenfalls mit dem Thema zu beschäftigen. Ich will sie neugierig auf eine Entwicklung machen, die man einfach nicht mehr ignorieren kann“, erklärt Agelidakis. Das Studio 84 sei im Kreis Gütersloh – und vermutlich auch über die Grenzen des Kreises hinaus – das erste Sportstudio, in dem mit Kryptowährungen bezahlt werden könne. Ein Programmierer arbeite jetzt noch am Online-Auftritt des Studio-Shops. Wer dort einkaufe, solle bald die Wahl haben, auf herkömmlichem Weg zu zahlen oder eben mit Bitcoins, der bisher etabliertesten Kryptowährung.

System immer einfacher anzuwenden

„Es wird ja auch immer einfacher, mit diesem System zu arbeiten“, sagt Agelidakis. Er ist überzeugt, dass das „Geld des Volkes“, wie er die Kryptowährungen nennt, sich immer stärker durchsetzen werde. Seit der Finanzkrise im Jahr 2008 misstrauten immer mehr Menschen den etablierten Finanzsystemen, die von Regierungen und Zentralbanken kontrolliert würden. Die Kryptowährungen seien eine Alternative.

Alternative zu herkömmlichem Geld

Vorbild für Andreas Agelidakis ist unter anderem Tesla-Chef Elon Musk, der einen Milliardenbetrag in Bitcoin investiert hat und ankündigte, die Online-Währung künftig als Zahlungsmittel zu akzeptieren. Und weitere Konzerne kündigen an, ausgesuchte Kryptowährungen erlauben zu wollen. „Die Corona-Krise hat die Menschen zusätzlich verunsichert“, ist Andreas Agelidakis überzeugt. Notenbanken gestalteten ihre Geldpolitik großzügig. Staaten verschuldeten sich, um Bürger und Unternehmen abzusichern. „Die Inflation wird weiter steigen“, sagt der Studio-84-Chef. Und dann würden sich sicher noch mehr Menschen von den Vorteilen der Kryptowährungen überzeugen lassen.

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