Gütersloh
Schwerer Unfall auf der Autobahn 2

[Aktualisiert 5. April, 15.45 Uhr] Gütersloh/Bielefeld (ei) - Schwerer Unfall mit Flucht am Karsamstag auf der A2: Nachdem ein Audifahrer mit Dortmunder Kennzeichen zwei VW Passat rechts überholt hatte und diese ins Schlingern kamen, wurden noch zwei weitere Fahrzeuge beschädigt.

Montag, 05.04.2021, 15:12 Uhr aktualisiert: 05.04.2021, 17:16 Uhr
Zwei VW Passat, ein Mercedes AMG GLE sowie ein Opel Astra wurden bei einer Karambolage auf der Autobahn 2 vollständig zerstört. Verursacher ist der Fahrer eines schwarzen Audi, der vom Unfallort floh. Die Staatsanwaltschaft Bielefeld hat die Rekonstruktion des Unfalls in Auftrag gegeben.

Laut einer Mitteilung der Polizei ereignete sich der Unfall kurz hinter der Brücke Spexarder Straße gegen 13.20 Uhr. Der Fahrer eines schwarzen Passat mit einem roten Nummernschild aus dem Kreis Herford war ersten Erkenntnissen zufolge auf dem linken Fahrstreifen unterwegs.

Beteiligte Autos werden vollkommen zerstört

Versetzt vor ihm fuhr auf dem mittleren Fahrstreifen eine Frau mit einem silbernen Kombi aus Hamm. Zunächst deutete nach Polizeiangaben vieles darauf hin, dass der flüchtige Audifahrer erst hinter dem silberfarbenen Passat fuhr und dann sehr knapp vor dem schwarzen Fahrzeug auf die linke Fahrspur zog. 

Später schrieb die Polizei im Pressebericht, dass beide Kombis rechts überholt wurden. Durch das knappe Einscheren des Audis gerieten die beiden Passat-Fahrer ins Schleudern. Bei dem anschließenden Unfall wurden ferner ein Mercedes-AMG GLE aus Gladbeck sowie ein Opel Astra aus Bielefeld zerstört.

Rettungshubschrauber Christoph 13 im Einsatz

 „In den Notrufen war von eingeklemmten Personen und mehreren Fahrzeugen die Rede“, berichtete Jan-Hendrik Pieper von der Bielefelder Berufsfeuerwehr. Vorsichtshalber war daher auch Alarm für die Versorgung von bis zu neun Verletzten ausgelöst worden, der nach dem Eintreffen der ersten Helfer aber schnell wieder aufgehoben werden konnte. 

Von der Berufsfeuerwehr sowie den Löschabteilungen Senne und Sennestadt waren letztlich rund 40 Einsatzkräfte vor Ort, außerdem die Besatzungen von vier Rettungswagen und eines Notarzteinsatzfahrzeugs. An der Unfallstelle landete außerdem der Rettungshubschrauber Christoph 13.

Feuerwehr streut ausgelaufene Betriebsstoffe ab

Die Fahrerin des silberfarbenen Passat zog sich schwere Verletzungen zu, eine weitere Person wurde mit leichteren Blessuren in ein Gütersloher Krankenhaus gebracht. Drei weitere Beteiligte wurden am Unfallort notärztlich untersucht und bedurften keiner weiteren Behandlung. 

Die Feuerwehrleute streuten ausgelaufene Betriebsstoffe ab, später säuberte eine Kehrmaschine die Fahrbahn. Die Schnellstraße wurde von den Beamten der Autobahnpolizei für mehr als vier Stunden voll gesperrt.

Sachverständiger soll Unfallhergang rekonstruieren

Der Verkehr staute sich bis zur Anschlussstelle Bielefeld-Süd auf einer Länge von bis zu neun Kilometern. Zur Klärung des genauen Unfallhergangs wurde ein Sachverständiger mit der Rekonstruktion des Unfalls beauftragt. Drei Fahrzeuge wurden für weitere Untersuchungen sichergestellt. 

Den entstandenen Schaden beziffert die Polizei auf rund 120.000 Euro. Wer Angaben zu dem flüchtigen Audi machen kann, wird gebeten, sich unter 0521/5450 mit der Autobahnpolizei in Bielefeld in Verbindung zu setzen.

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