Gütersloh
Gütersloh richtet Task Force für Hilfe ein

Gütersloh (din) - Wie kann die Stadt Gütersloh Gastronomen, Einzelhändlern, Dienstleistern und Kulturschaffenden helfen, die infolge der Corona-Pandemie in Not geraten sind? Mit der Frage hat sich am Montagabend der Ausschuss für Digitalisierung, Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing beschäftigt.

Montag, 08.03.2021, 20:30 Uhr aktualisiert: 08.03.2021, 21:01 Uhr
Auch der Gastronomie in Gütersloh soll schnell und unbürokratisch geholfen werden.

Einigkeit herrschte zwischen Politik und Verwaltung, dass schnell und unbürokratisch geholfen werden müsse. CDU, Grüne, SPD und BfGT hatten dazu unterschiedliche Anträge formuliert. Im Ergebnis kam man überein, dass die Verwaltung alle diese Vorschläge mitnehmen und bündeln soll, vom kostenlosen Parken hin zu einem Erlass der Gebühren für die Außengastronomie. Außerdem soll eine Task Force möglichst schnell zusammenkommen und ausloten, was sofort möglich ist. 

Bürgermeister Norbert Morkes (BfGT) kündigte an, noch in dieser Woche zu einem solchen runden Tisch einzuladen, „damit wir beginnen können“. Es dürfe dabei nicht nur um die Innenstadt gehen, sondern um die gesamte Stadt, sagte Morkes.

„Es freut uns, dass wir alle in dieselbe Richtung laufen“, sagte Can Erdal (Grüne). Er forderte ein städtisches Konzept für Corona-Schnelltests für die Zeit, wenn mehr Menschen in die Stadt strömen. „Unser Anliegen ist es, den Menschen das zu ermöglichen, was unbürokratisch einfach umsetzbar ist“, sagte Christoph Benjamin (CDU). 

Matthis Haverland (SPD) forderte einen großzügigen Umgang mit der Außengastronomie. „Wir wollen in diesem Jahr das Leben draußen genießen können, soweit das möglich ist.“ „Es ist verdammt dringend, dass etwas gemacht wird“, sagte Klaus Sperling (BfGT). Die Situation im Bekleidungshandel sei eine absolute Katastrophe. „Wir wollen auf keinen Fall das Gießkannenprinzip. Mit 2750 Euro lässt sich keine Insolvenz verhindern“, sagte Sperling.

„Es geht hier nicht um Partei-Politik. Stadtpolitik muss im Vordergrund stehen“, sagte der Beigeordnete Andreas Kimpel. „Gütersloh muss wieder ans Netz.“ Er wolle keinen bürokratischen Moloch so Kimpel. Eine Task Force könne schauen, was auch so und sofort gehe. Normen und Gesetze dürfe man nicht übergehen.

Auch Jan-Erik Weinekötter, Geschäftsführer von Gütersloh Marketing, begrüßte die Vorschläge der Politik und forderte, die Task Force müsse mit Entscheidungsbefugnis ausgestattet sein. Mehrere Redner verwiesen auf Härtefälle, denen dringend geholfen werden müsse.

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