Was plant der Gütersloher Bertelsmann-Konzern?
Rabe befeuert Debatte um RTL und G+J

Gütersloh (WB/OH/in) -

Beim Gütersloher Medienkonzern Bertelsmann forciert Vorstandschef Thomas Rabe die Debatte über eine Verschmelzung der TV-Tochter RTL mit dem Verlagshaus Gruner+Jahr (G+J). Rabe kündigte in einem Interview mit dem „Spiegel“ eine Entscheidung im dritten Quartal an, „ab dem vierten Quartal beginnt die Umsetzung“.

Sonntag, 28.02.2021, 16:28 Uhr aktualisiert: 28.02.2021, 17:00 Uhr
Thomas Rabe

Von der Fortsetzung der Kooperation im Inhaltegeschäft über eine Vereinigung einiger Geschäftsbereiche bis zum Zusammenschluss sei alles möglich. Es gehe darum, Ressourcen zu bündeln.

Rabe, der sowohl Bertelsmann als auch die Tochtergesellschaft RTL als Vorstandsvorsitzender führt, macht in dem „Spiegel-Interview“ keinen Hehl daraus, dass er mit der Fusion auch sparen will: Es gehe darum, die Reichweiten zu bündeln, „gleichzeitig würden durch die Zusammenführung von Strukturen auch Kosten wegfallen“. Zuvor hatte bereits das „Handelsblatt“ Mitte Februar über entsprechende Gedankenspiele bei Bertelsmann berichtet.

Dass Rabe G+J vor kurzem noch komplett verkaufen wollte, etwa an Burda, dementiert der Manager strikt. Mit dem Gedanken, ProSiebenSat.1 zu übernehmen, spiele er hingegen immer noch – allerdings „nicht unmittelbar“.

Ende Januar hatte Bertelsmann Rabes Vertrag vorzeitig um fünf weitere Jahre bis Ende 2026 verlängert. Der 55-Jährige ist seit 2012 Vorstandsvorsitzender des Gütersloher Medienkonzerns, der 2019 einen Jahresumsatz von 18 Milliarden Euro erzielte.

Ende Januar hat der Bertelsmann-Aufsichtsrat den Vertrag von Thomas Rabe vorzeitig um fünf weitere Jahre bis Ende 2026 verlängert. Der 55-Jährige ist seit 2012 Vorstandsvorsitzender des Gütersloher Medien-, Dienstleistungs- und Bildungskonzerns. Von den 18,02 Milliarden Euro Umsatz, die Bertelsmann 2019 erwirtschaftete, entfielen 6,65 Milliarden auf RTL und 1,4 Milliarden auf Gruner + Jahr.

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