Gütersloh
ESG: Dach und Fassade sanierungsbedürftig

Gütersloh (afri) - Das Evangelisch Stiftische Gymnasium in Gütersloh ist sanierungsbedürftig. Bekannt ist das schon lange. Passiert ist bisher jedoch wenig. Zuletzt wurden nur einzelne Maßnahmen - zum Beispiel die Sanierung und Modernisierung des Chemietrakts im vergangenen Jahr - durchgeführt. Nun nimmt das Thema Fahrt auf.

Mittwoch, 24.02.2021, 20:00 Uhr aktualisiert: 24.02.2021, 20:31 Uhr
Sanierungsbedürftig: Nicht mehr auf die lange Bank schieben lassen sich laut Verwaltung die Fassaden- und Dachsanierung des Hauptgebäudes des Evangelisch Stiftischen Gymnasiums.

Nach Einschätzung der Verwaltung dulden insbesondere die Fassadensanierung und -instandsetzung sowie die Erneuerung des Dachs vom Hauptgebäude und Aula-Trakt keinen weiteren Aufschub. Und auch die Verschattungsanlagen der Mediothek erfülle nicht mehr ihren Zweck, schreibt die Stadt in einer Vorlage für den Bildungsausschuss, der das nächste Mal am Dienstag, 2. März, zusammenkommt.

Die Anlagen seien größtenteils defekt, was dazu führe, dass sich die Räume im Sommer aufheizten. Auch die Erneuerung der Fenster und Verglasungen der Sporthalle stehen auf der Liste. Dort seien Profilbauglas und Lüftungsgitter kaputt. Außerdem müsse die komplette Versorgungstechnik erneuert werden. Denn sowohl die Elektro- als auch die Heizungsanlagen entsprechen laut Verwaltung nicht mehr den heutigen Ansprüchen.

Die Sanitärbereiche seien ebenfalls sanierungsbedürftig und dezentral anzuordnen. Hinzukomme noch eine Schadstoffsanierung, die in allen Bereichen notwendig sei. Aus pädagogischer und schulfachlicher Sicht sollen in diesem Zusammenhang weitere Maßnahmen durchgeführt werden. So fehlten am ESG etwa Flächen für individuelles Lernen, für Angebote, die außerhalb des Unterrichts stattfänden, sowie Räume mit Aufenthaltsqualität.

Zudem seien die Unterrichtsräume zu klein. Laut Verwaltung sind nur acht größer als 45 Quadratmeter. Probleme beim Flächenbedarf entstünden zudem bei der Rückkehr zu G 9. Außerdem fehlten Räume für den Kunst- und Musikunterricht. Und auch die Aula habe Sanierungsbedarf. Dort solle die Funktion eines Versammlungsraums hergestellt werden.

Satzungsgemäß entscheidet das Kuratorium als Träger über bauliche Maßnahmen am ESG. Abhängig ist die Realisierung der Sanierungs- und Umbaumaßnahmen aber auch von der Stadt Gütersloh und dem Land NRW. Denn bauliche Maßnahmen unterliegen laut Verwaltung den landesgesetzlichen Regelungen für die Gewährung und Verwendung von Finanzhilfen für bauliche Maßnahmen an Schulen. Heißt: Das Land NRW und die Stadt Gütersloh würden jeweils 50 Prozent der zuwendungsfähigen Gesamtkosten tragen.

Wegen der Vielzahl an notwendigen Sanierungs- und Umbaumaßnahmen rechnet die Verwaltung jedoch damit, dass damit bei weitem nicht die tatsächlichen Kosten gedeckt werden können. In so einem Fall könnte die Stadt einspringen. Darüber müsste dann der Stadtrat entscheiden. Um die Entscheidungsfindung zu erleichtern, schlägt die Verwaltung vor, einen Workshop mit Vertretern der Fraktionen und des Kuratoriums zu veranstalten, bei dem das weitere Vorgehen abgestimmt wird.

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