Gütersloh
Präventionskampagne am Impfzentrum

Gütersloh (din) - Allein in Nordrhein-Westfalen beträgt der wirtschaftliche Schaden durch Betrugsmaschen wie den Enkeltrick und falsche Polizisten in den Jahren 2017 bis 2019 mehr als 39 Millionen Euro. Opfer sind fast immer Senioren. Ab Montag werden die über 80-Jährigen in Scharen die 53 Impfzentren im Land aufsuchen.

Freitag, 05.02.2021, 18:54 Uhr aktualisiert: 05.02.2021, 19:46 Uhr
Stellten die Kampagne vor: Sylke Batke-Anskinewitsch, Ministerialrätin im NRW-Justizministerium, und Jürgen Jentsch, Vorsitzender der Seniorenvertretung NRW, Mitglied des Landespräventionsrats und des Gütersloher Seniorenbeirats, vor dem Impfzentrum.

 „Das ist für uns eine sehr gute Möglichkeit, die älteren Menschen zu erreichen“ sagte Sylke Batke-Anskinewitsch, Ministerialrätin im Düsseldorfer Justizministerium, am Freitag bei einem Ortstermin im Gütersloher Impfzentrum an der Marienfelder Straße. Gemeinsam mit dem Gütersloher Jürgen Jentsch, Vorsitzender der Seniorenvertretung NRW und Mitglied im Landespräventionsrat in Gütersloh, stellte sie die Aktion „Kein Anschluss ... für Betrüger am Telefon“ vor. Das ist eine gemeinsame Kampagne des Landespräventionsrats und der Opferschutz-Organisation Weißer Ring, unterstützt vom Justizministerium.

In den Impfzentren werden Plakate aufgehängt und Broschüren zum Thema ausgelegt. Für die Wartezeit. In den Broschüren, die auf der Internetseite des Landespräventionsrats heruntergeladen werden können, werden nicht nur die verschiedenen Vorgehensweisen der Trickbetrüger beschrieben, sondern Senioren auch Handlungsempfehlungen an die Hand gegeben, „um den Machenschaften von Trickbetrügern zu entkommen“.

„Der Schaden durch Betrüger ist immens“, sagte Batke-Anskinewitsch. Allein 2019 habe es in NRW 1907 Verfahren mit einem Schaden von 19 Millionen Euro gegeben. Im Schnitt betrug der Verlust etwa 10 000 Euro. „Geeignete Opferschutz- und Präventionsmaßnahmen sind deshalb besonders wichtig“, so die Ministerialrätin.

Deshalb hier nochmal die wichtigsten Tipps: Seien Sie misstrauisch, wenn ein Unbekannter anruft. Nicht täuschen lassen von angeblichen Enkeln, falschen Polizisten und anderen. Nicht in ein Gespräch verwickeln lassen. Am besten sofort auflegen. Niemals Geld oder Wertsachen an Fremde übergeben. Im Notfall die Polizei rufen unter 110.

Dem Landespräventionsrat gehören Mitglieder unterschiedlicher Ministerien, Behörden und Organisationen an. Der ehemalige Landtagsabgeordnete und Gütersloher Ratsherr Jürgen Jentsch (81) hat seinen Impftermin übrigens Anfang März. „Nach 560 Versuchen.“ Auch er hat eine Weile gebraucht für den Termin.

www.lpr.nrw.de

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