Gütersloh
Smart Parking jetzt auch in Gütersloh

Gütersloh (gl) - Ab sofort können Autofahrer in Gütersloh ihre Parkgebühren auf mehr als 1400 Stellplätzen in der Stadt per Handy zahlen. Dafür kooperiert die Kommune mit Smart Parking, einer Initiative für digitale Parkraumbewirtschaftung aus Hamburg.

Dienstag, 02.02.2021, 14:59 Uhr aktualisiert: 02.02.2021, 15:31 Uhr
So geht es: per App-Download oder mit dem QR-Code kontakt- und bargeldlos parken an der Berliner Straße.

Als Handyparken-Anbieter stehen gleich sieben Plattformen zur Auswahl. Dazu gehören „EasyPark“, „Park Now“, „Mobilet“, „Yellowbrick/flowbird.“, „Paybyphone“, „Parkster“ und „Parco“. Damit sind laut einer Mitteilung aus dem Rathaus die wesentlichen Anbieter abgedeckt, so dass viele Innenstadt-Besucher aus Gütersloh und anderen Städten, die bereits Smart Parking nutzen, keine neue Anwendung herunterladen müssen.

Die Parkscheinautomaten bleiben davon unbenommen weiterhin in Betrieb, heißt es in der Mitteilung weiter. Dort sollen in den nächsten Tagen die Informationen mit den Dienstleistern und ihren Anleitungen für die ersten Schritte zum Handyparken angebracht werden.

Den Parkvorgang starten die Autofahrer per App, Anruf oder auch per SMS. Die Parkzeit kann im Rahmen der Höchstparkzeit gestoppt oder verlängert werden. „So entfallen Überzahlung und auch Verwarngelder wegen abgelaufener Tickets,“ erklärt Phillip Zimmermann vom Verein Smart Parking. „Für diesen Komfort addieren die Anbieter unterschiedliche Zuschläge auf die kommunale Parkgebühr.“

Bürgermeister Norbert Morkes (BfGT) verweist darauf, dass „Smart Parking“ auch eine Anregung aus dem Denklabor „Vernetzte Mobilität“ im Digitalen Aufbruch war: „Mit dem Handyparken stehen alle Möglichkeiten zum Bezahlen offen – mit und ohne Kleingeld, direkt oder per App.“

„Geparkt wird auch im Lockdown“

In der Einführung während des Lockdowns sehen Stadt und Anbieter durchaus Vorteile: „Täglich geparkt wird in der Stadt natürlich auch jetzt. Handyparken garantiert kontaktloses Parken – unter Hygienaspekten ein Vorteil – und es bietet sich die Chance, Erfahrungen zu sammeln, bevor alle Geschäfte wieder öffnen“, sagt Sandra Causemann, Referentin für den digitalen Wandel bei der Stadt Gütersloh. Sie verweist darauf, dass auch die Vorteile, die zum Beispiel die Parkschein-Automaten auf dem Marktplatz oder an der Weberei böten, erhalten blieben. Auch beim Handyparken könne man zum Beispiel „Wochentickets“ beziehen.

Ob ein Auto ein digitales Ticket hat, erkennen die Mitarbeiterinnen des Ordnungsamts am Kennzeichen, das sie mit einem zentralen Online-System abgleichen. Insgesamt wird Handyparken inzwischen in 170 deutschen Städten angeboten, unter anderem auch in Bielefeld. Die Anbieter unterscheiden sich laut Auskunft des Vereins Smart Parking in der Verbreitung, im Preis und in der Technik.

Offen für alle Anbieter

Ole von Beust, Geschäftsführer von Smart Parking: „Unsere Plattformlösung ist offen für alle Handyparken-Anbieter auf dem deutschen Markt. Damit lässt sie Autofahrern die Freiheit, sich für die Technik zu entscheiden, die ihnen am meisten zusagt.“

Smart Parking, die Initiative für digitale Parkraumbewirtschaftung, gibt es seit Herbst 2015. Geschäftsführer ist der ehemalige Hamburger Erste Bürgermeister Ole von Beust. Zu den Gründungsmitgliedern gehören die Anbieter EasyPark, ParkNow und Mobile City. Smart Parking unterstützt Städte und Gemeinden bei der Einführung von effizienten und bürgernahen Lösungen für das bargeldlose Bezahlen von Parkgebühren. Auf der wettbewerbsübergreifenden Plattform finden sich eine Vielzahl der in Deutschland zertifizierten Anbieter. Autofahrer können sich für den Dienst entscheiden, der ihnen persönlich zusagt. Mehr Informationen gibt es bei www.smartparking.de

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