Gütersloh
Klinikarzt: Polizei sucht mögliche Opfer

Gütersloh (gl/din) - Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft suchen nach weiteren möglichen Opfern des 42-jährigen Klinikarztes, gegen den inzwischen wegen dreier Sexualdelikte ermittelt wird. Wie berichtet soll der Mediziner, der im St.-Elisabeth-Hospital arbeitete, im Dezember eine Frau, die noch in Narkose lag, vergewaltigt haben.

Montag, 01.02.2021, 18:55 Uhr aktualisiert: 01.02.2021, 19:31 Uhr
Der erste Vorfall soll sich im Hospital ereignet haben.

Nachdem der Vorwurf bekanntgeworden war, meldete sich eine zweite Frau bei der Polizei, die ebenfalls einen sexuellen Übergriff durch den Mann zu Protokoll gab. Der Arzt sitzt seit dem 16. Dezember in Untersuchungshaft.

In einer gemeinsamen Erklärung teilten die Staatsanwaltschaft Bielefeld und Kriminalpolizei Gütersloh am Montag mit, dass noch ein weiteres Strafverfahren wegen des Verdachts der Vergewaltigung gegen den Arzt eingeleitet worden sei. Zudem würden zwei Verfahren wegen des Verdachts der sexuellen Belästigung gegen den 42-Jährigen geführt. Die Tatzeiten verteilten sich auf das Jahr 2020.

Staatsanwalt Moritz Kutkuhn bestätigte dieser Zeitung am Montag, dass bei einer Durchsuchung des Hauses des Arztes in Oelde auch Datenträger sichergestellt worden seien. Zu deren Inhalt äußerte er sich nicht.

Die Kriminalpolizei Gütersloh bittet darum, dass sich Zeugen sowie auch mögliche weitere Opfer mit der Polizei, 05241/8690, in Verbindung setzen. Für weitere mögliche Opfer stehen die Beamtinnen und Beamten des Kommissariats für Kriminalprävention und Opferschutz unter 05241/8691873 zur Verfügung. Die Beamten beraten bei Bedarf auch zu weiteren Hilfsangeboten.

Hospital bietet vertrauliches Gespräch an

Auch das Hospital gab heute eine Stellungnahme ab: „Wir arbeiten seit Beginn der Ermittlungen und auch weiterhin eng mit den Behörden zusammen, um unseren Teil zur umfassenden Aufklärung beizutragen. Wir missbilligen jegliche Form von Gewalt. Sollten Patientinnen das Gefühl haben im vergangenen Jahr eine Grenzverletzung in unserem Haus erfahren zu haben, bieten wir auch ein vertrauliches Gespräch mit unserer ausgebildeten Präventionsfachkraft und Seelsorgerin unter der Telefonnummer: 0157-37127626 an. Dieses unterliegt selbstverständlich der Schweigepflicht.“

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