Gütersloh
So werden Straßen und Gehwege geräumt

Gütersloh (gl) - Glätte und Blitzeis haben am Montag einen größeren Einsatz erforderlich gemacht. Der Fachbereich Stadtreinigung war nach eigenen Angaben gut vorbereitet: Ab 5 Uhr morgens waren rund 50 Mitarbeiter von Stadtreinigung und Grünflächenamt im Einsatz um Radwege und Straßen zu streuen.

Montag, 01.02.2021, 18:16 Uhr aktualisiert: 01.02.2021, 18:31 Uhr
Die Stadtreinigung streut zur Sicherung von Fahrbahnen und Radwegen Feuchtsalz. Bürger sollten auf Split und Sand ausweichen. Salz zu streuen ist ihnen nur an besonders gefährlichen Stellen gestattet.

„Gegen neun Uhr waren die ersten Kollegen zurück“, sagt Matthias Maurer, Leiter des Fachbereichs Stadtreinigung. Im Laufe des Tages wurden weitere Kontrollen der Fahrbahnen, Rad- und Fußwege durchgeführt.

Gestreut wurde Feuchtsalz unter anderem mit Streufahrzeugen und kleineren Traktoren sowie an Überwegen wie Ampelkreuzungen per Hand. Nicht alle öffentlichen Wegeflächen werden vom städtischen Winterdienst betreut.

Für die Sicherheit auf Gehwegen sind die Anlieger verantwortlich. Auch bei der Feuerwehr Gütersloh gingen an diesem Morgen zahlreiche Notrufe zu Glätteunfällen ein. Der Fachbereich Stadtreinigung hat Antworten auf Fragen zum Winterdienst zusammengestellt.

Wann muss gestreut werden?
Es gilt: Schnee, der in der Zeit von 7 bis 20 Uhr gefallen ist, sowie entstandene Glätte müssen unverzüglich nach Ende des Schneefalls beziehungsweise nach dem Entstehen der Glätte beseitigt werden. Nach 20 Uhr gefallener Schnee und entstandene Glätte müssen werktags bis 7 Uhr, an Sonn- und Feiertagen bis 9 Uhr des folgenden Tages beseitigt werden. Die Stadt räumt so, dass der Winterdienst in der Regel bis 7 Uhr abgeschlossen ist.

Wo streut der Winterdienst der Stadt?
Auf dem städtischen Straßen- und Wegenetz. Allerdings werden nur verkehrswichtige Straßen gestreut. Das sind etwa ein Drittel aller Straßen inklusive aller Radwege. Für Bundesstraßen und Kreisstraßen sind der Landesbetrieb StraßenNRW beziehungsweise der Kreis zuständig.

Wo müssen Bürger selbst streuen?
Auf Gehwegen. Liegt Schnee, ist dieser auf etwa eineinhalb Metern Breite zu räumen. Ist kein Gehweg vorhanden, dann muss seitlich ein für Fußgänger gefahrlos nutzbarer Weg verfügbar gemacht werden.

Womit darf gestreut werden?
Grundsätzlich ist die Verwendung von Salz oder sonstigen auftauenden Stoffen zum Streuen für die Bürger verboten. Die Verwendung ist nur erlaubt, wenn besondere klimatische Ausnahmefälle auftreten, wie zum Beispiel Eisregen. Außerdem darf Salz an gefährlichen Stellen wie Treppen, Rampen, Brückenauf- oder -abgängen, starken Gefälle- beziehungsweise Steigungsstrecken oder ähnlichen Gehwegabschnitten genutzt werden. Umweltfreundliche Alternativen zum Salz sind unter anderem Sand oder Splitt.

Womit streut der Winterdienst der Stadt?
Das handelsübliche Auftausalz besteht zum großen Teil aus Koch- oder Steinsalz, also Natriumchlorid. Der Winterdienst der Stadt setzt Feuchtsalz ein: Das Salz wird mit einer Salzsole vermengt. Sie wird wiederum aus Streusalz und Wasser hergestellt. Sie bewirkt eine bessere Tauwirkung und reduziert damit die auszubringende Salzmenge.

Hat die Stadt genügend Streumittel auf Lager?
Ja, zurzeit lagert die Stadt Gütersloh rund 2000 Tonnen Streumittel. Das Lager ist also gut gefüllt.

Wie ist der Ablauf beim Winterdienst?
30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Fachbereich Grünflächen sowie 15 aus dem Fachbereich Stadtreinigung sind im Einsatz. Neben den LKW-Streuern kommen handgeführte Streukarren sowie Schneeschaufeln und ähnliche Hilfsmittel zum Einsatz. Außer sieben Lastwagen sowie sieben kleinen Traktoren stehen zwölf Pritschenwagen zur Verfügung. Je nach vorhergesagter Wetterlage beginnt der Dienst zwischen 3 und 4 Uhr nachts, nachdem vorher Kontrollen durch einen Mitarbeiter stattgefunden haben und die Notwendigkeit für einen Einsatz festgestellt wurde. Tagsüber sind die Mitarbeiter kurzfristig je nach Bedarf im Einsatz.

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