Gütersloh
Was sich bei der Deele tut

Gütersloh (din) - Seit 2012 steht die Gaststätte Deele an der Kirchstraße leer. 2015 kaufte Dimitrios Liolios mit zwei Brüdern die Liegenschaft, zu der auch das ehemalige Hotel Wesemann und die Apostel-Weinstuben am Alten Kirchplatz gehören, von der Brauerei Warsteiner.

Mittwoch, 09.12.2020, 12:49 Uhr aktualisiert: 09.12.2020, 20:16 Uhr

Der geplante Umbau geriet ins Stocken, ein Streit mit einem Nachbarn um ein Wegerecht endete vor Gericht. Schließlich wurde die Liegenschaft im November 2019 im Internet auf Immonet zum Kauf angeboten, weil sich die Brüder über das weitere Vorgehen nicht verständigen konnten, wie es damals hieß. Preis auf Anfrage.

Tatsächlich ist die Immobilie nicht verkauft worden. Und sie werde auch nicht mehr verkauft, sagte Dimitrios Liolios am Mittwoch dieser Zeitung. Er strebe wieder eine Neueröffnung der Gaststätte an. Dazu müsse eigentlich nur eine neue Heizung installiert und neues Mobiliar beschafft werden. Außerdem sei eine hinderliche Stufe zu beseitigen. Die Genehmigung der Stadt liege vor.

„Das Nötigste wird jetzt gemacht“, sagte Liolios. Arbeiten liefen schon. Auch das sogenannte Ochsenblutzimmer der Apostel-Weinstuben soll künftig mit zur Deele gehören und etwa für Besprechungen angeboten werden.

Aus dem mittlerweile entkernten ehemaligen Hotel Wesemann soll ein Kunst- und Themenhotel mit 13 Zimmern vorrangig für Geschäftsreisende werden. „Es wird ein besonderes Hotel“, sagt Liolios. Einen Namen verrät er noch nicht. Den Bedarf sehe er in Gütersloh, weil es ein solches Kunst- und Themenhotel noch nicht gebe. „Wenn ab März alles wieder normal läuft, dann wollen wir zum Ende des Jahres fertig sein“, sagt der Eigentümer. Alles unter dem Vorbehalt der kommenden Corona-Entwicklung.

Das Hotel und das verschieferte Haus am Kirchplatz stehen unter Denkmalschutz. Die Stadt ist deshalb als Untere Denkmalbehörde immer mit im Boot, wenn es um Nutzungen und bauliche Veränderungen geht. Was in den oberen Stockwerken des Gebäudes am Alten Kirchplatz geschehe, sei deshalb noch nicht klar. Sollte Corona die Pläne durchkreuzen, kann sich Liolios auch andere Nutzungen, von Büros bis hin zu Praxen, vorstellen. Es bleibt spannend an der Kirchstraße.

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