Gütersloh
19000 Euro für die Kinder in Not

Gütersloh (gl) - Eine liebgewonnene Gütersloher Tradition hat in diesem Jahr vor einer Herausforderung gestanden. Seit mehr als 20 Jahren packen Kindergartenkinder und Schulklassen Weihnachtsüberraschungen für Kinder in den Städten Timisoara in Rumänien und Komlo in Ungarn. Auch Erwachsene machen mit.

Sonntag, 06.12.2020, 14:19 Uhr aktualisiert: 06.12.2020, 14:46 Uhr

 Viele kennen die Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ aus eigenen Kindertagen. Doch diesmal durchkreuzte das Coronavirus die Pläne der Gütersloher Initiative „Kinder in Not“. Kurz entschlossen riefen die Organisatoren Ulrich Franzke, Dr. Arno Sonnborn und Dr. Herbert Weiß die Gütersloher auf, Geld statt Päckchen zu spenden - und sie waren überwältigt von den Rückmeldungen. Mehr als 19 000 Euro konnte die Aktion bereits nach Südosteuropa überweisen – zur Hälfte aufgeteilt auf die beiden Städte.

„Unsere bewährten Ansprechpartner, Mechthild Gollnick in Timisoara und Anniko Kalman in Komlo, kaufen davon Süßigkeiten und kleinere Geschenke wie zum Beispiel Buntstifte für die Kinder“, erzählt Ulrich Franzke (Foto). Erstmals wurden die Päckchen dann erst vor Ort gepackt – die ersten schon zum Nikolausfest. „Wir sagen Dankeschön an alle Menschen in Gütersloh, die schon gespendet haben“, sagt Franzke.

„In beiden Städten erreichen wir so Kinder in Familien, die nach wie vor in großer Armut leben.“ Franzke wird aber auch nicht müde zu betonen, dass die Not vor Ort an Heiligabend nicht vorbei ist. Darum bittet er die Gütersloher in einer Mitteilung, weiter so kräftig zu spenden. „Ein Euro sind 100 Cent mehr als nichts“, betont er. „Eine für viele von uns kleine Geste zaubert einem Mädchen oder Jungen ein Lächeln ins Gesicht.“

Bei der Sparkasse Gütersloh-Rietberg ist ein Spendenkonto eingerichtet, auf das unter dem Stichwort „Päckchen-Aktion 2020“ gebührenfrei Geld überwiesen werden kann. Alle notwendigen Infos gibt es unter der Rubrik „Aktuelles“ auf der Website der Arbeiterwohlfahrt Gütersloh unter www.awoguetersloh.de. Fragen beantwortet Ulrich Franzke telefonisch unter 05241/14868.

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