Gütersloh
Zehn Jahre Galerie Siedenhans und Simon

Gütersloh (dop) -  „Was können wir uns Schöneres wünschen, als unser Handwerk inmitten einer Galerie auszuüben? Wir leben mit der Kunst, erhalten durch täglich Impulse.“ Seit zehn Jahren führen Coletta Siedenhans und Johanna Simon ihre Galerie, Buchbinderei und Rahmenwerkstatt in Gütersloh.

Donnerstag, 03.12.2020, 10:57 Uhr aktualisiert: 03.12.2020, 11:16 Uhr

 Eine Erfolgsgeschichte, angesiedelt an der Kökerstraße 13. Zum Geburtstag ihrer Galerie bieten die beiden Fachfrauen einen Überblick über das Schaffen der von ihnen vertretenen Künstler, die sie in bislang 28 Einzelausstellungen präsentiert haben. Es gibt Bewährtes, aber auch viel Neues zu entdecken.

So ist die Herforder Malerin Alexandra Sonntag diesmal mit großen, fröhlich wirkenden Landschaften voll quirliger Farbigkeit vertreten. Gunter Grabe, der sich bislang als Landschaftsmaler mit feiner Ironie vorgestellt hat, zeigt starke Schwarz-Weiß-Monotypien vom bayrischen Walchensee.

 Der Kölner Andreas Hentrich besticht mit fotorealistischen Malereien, die selbst stacheligen Kakteen und schnöden Yucca-Palmen eine sinnliche Ästhetik verleihen. Der Osnabrücker Maler Bernd Rüsel stellt mit seinen tierischen Ansichten die Welt der Menschen auf den Kopf. Da darf dann auch schon mal ein Schaf im Wohnzimmer Platz nehmen.

Es gibt eine exzellente Grafikauslese mit Blättern von heimischen Künstlern wie Paul Westerfrölke und Woldemar Winkler bis hin zu Klassikern wie Braque und Matisse. Julia Siegmund aus Nordhorn punktet einmal mehr mit ihren poetischen Bildern, Simone Jänke mit ihren Unikat-Drucken. Letztere wird bei der nächsten Langenachtderkunst im Mai 2021 in der Galerie großformatige Zeichnungen zeigen, kündigen Siedenhans und Simon an.

Es gibt „Sitzende“, „Stehende“ und „Träumende“ aus Holz und Bronze in der Ausstellung – flankiert vom „zornigen Kampfhasen“, den der Dortmunder Bildhauer Bernd Moenikes mit der Kettensäge in geradezu filigraner Manier aus einem Eichenstamm befreit hat.

 Erneut setzen die Ausstellungsmacherinnen auf Vielfalt und auf Kunst, die sich nicht an Trends, sondern an Wertigkeit orientiert. Mainstream und Zeitgeschmack zu bedienen, ist nie die Sache von Coletta Siedenhans und Johanna Simon gewesen – und soll es laut deren Bekunden auch nicht werden. „Nonkonform zu sein, hat auch etwas für sich“, sind sich die beiden einig. Bis Ende Januar ist die Ausstellung zu sehen. 

Öffnungszeiten: montags bis freitags von 9.30 bis 18.30 Uhr, mittwochs von9.30 bis 13 Uhr, samstags von 9.30 bis 16 Uhr.

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