Gütersloh
8,5 Millionen Euro für die „Smart City“ 

Gütersloh (gl) - Gütersloh ist nun eine „Smart City“. Das Bundesministerium des Innern für Bau und Heimat hat den Digitalen Aufbruch gewürdigt und die Stadt mit 31 anderen Kommunen aus ganz Deutschland in sein Förderprogramm „Modellprojekte Smart Cities made in Germany“ aufgenommen. 

Mittwoch, 09.09.2020, 12:43 Uhr aktualisiert: 09.09.2020, 13:16 Uhr

Das heißt: Zukunftsweisende Projekte in Gütersloh mit einem Volumen von insgesamt rund 13 Millionen Euro werden in den kommenden sechs Jahren mit rund 8,5 Millionen Euro vom Bund gefördert.

„Wir sind begeistert, dass wir das Bundesministerium mit dem Gütersloher Weg, den Digitalen Wandel gemeinsam zu gestalten, überzeugen konnten. Das ist eine große Anerkennung des bürgerschaftlichen Engagements in unserer Stadt. Und das ist ein mächtiger Impuls, durch die digitale Weiterentwicklung den Alltag in Gütersloh neu zu denken,“ erklärte Bürgermeister Henning Schulz freudestrahlend in einer ersten Stellungnahme. Der Rat der Stadt hatte im März der Bewerbung mehrheitlich zugestimmt.

„Die Stadt Gütersloh zielt mit ihrer Teilnahme an diesem Förderaufruf darauf ab, die Lebensqualität in der Stadt mit den Bürgern gemeinsam zu verbessern,“ hieß es damals in der Vorlage. „Eine Stadt, die sich den Aufgaben der Zukunft in Zusammenarbeit mit den Bürgern, den Unternehmen und weiteren Akteuren stellt, wird auch zukünftig als Wohn-und Handelsort sowie als Gewerbestandort attraktiv sein.“

Viele der Projektideen, die nun die Jury aus Vertretern und Vertreterinnen der Wissenschaft, Politik und der kommunalen Spitzenverbände überzeugt haben, sind im Bürgerbeteiligungsprozess in den Denklaboren, bei den jungen „Morgenmachern“ und auf der Plattform digitaler-aufbruch-guetersloh entstanden. Hier ein paar Beispiele:

Smarte Sensorik
, die die Qualität der Raumluft erkennt und so in Schulräumen gezieltes Lüften ermöglicht.

Winterdienst,
der durch Sensoren auf Frostbildung aufmerksam gemacht wird und so gezielt und zeiteffektiv Streumittel einsetzen kann.

Grüne Welle für Radfahrer
durch die smarte Anwendung von Echtzeit-Daten.

Mehrsprachige Übersetzungen
für Kommunikation zwischen Schule und Eltern.

„Grüne“ Lebensmittelproduktion
im städtischen Umfeld, unterstützt durch digitale Steuerung von Licht, Bewässerung und Nährstoffversorgung (Urban Farming).

Kommunikationsplattformen,
die eine frühzeitige Information über kommunalpolitische Projekte und Vorhaben der Bürger auf Stadtteil- und Nachbarschaftsebene sicherstellen und den Dialog fördern.

Außer Gütersloh gehören Freiburg, Köln und Lübeck zu den geförderten 32 Kommunen. Aus Ostwestfalen sind Paderborn und Lemgo mit dabei. Insgesamt hatten sich 86 Städte und Kreise beworben.

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