Gütersloh
18000-Euro-Preis für die Bambi-Betreiber

Gütersloh (dop) - „Wir freuen uns mega. Denn auch, wenn wir eigentlich in jedem Jahr von der NRW-Filmstiftung ausgezeichnet werden - in diesem Jahr ist der Kinoprogrammpreis schon etwas Besonderes“, sagt Christian Groteheide vom Gütersloher Filmkunsttheater Bambi/Löwenherz. 18 000 Euro erhält das Kino.

Dienstag, 08.09.2020, 14:21 Uhr aktualisiert: 08.09.2020, 14:46 Uhr

 „Das Preisgeld hilft uns nicht nur über die coronabedingten Besucherausfälle hinweg. Es bestätigt uns auch, dass sich die viele Arbeit, die wir in den vergangenen Monaten in den Betrieb gesteckt haben, gelohnt hat“, bringt es Groteheide auf den Punkt. Bei der 30. NRW-Kinoprogrammpreis-Verleihung wurden die Prämien auf die Rekordsumme von 900 000 Euro verdoppelt und auf 74 engagierte Kinobetreiber in 46 Kommunen des Landes verteilt. Coronabedingt erfolgt die Vergabe zwei Monate früher als sonst und nur online.

Das Bambi erhielt 10 000 Euro für sein „herausragendes Jahresprogramm“, zu dem nicht nur das Kurzfilmfestival zählt, sondern auch zahlreiche gruppenspezifische Sonderreihen (Seniorenkino, Verfilmt, Filasofia sowie ausgewählte Reisefilme und Dokumentationsreihen). Weitere 3000 Euro gab es für das qualitätsorientierte Kinder- und Jugendfilmprogramm, das die Bambi-Betreiber für die Programmkinos in ganz Ostwestfalen erstellen. Zudem gab es 5000 Euro als sogenannten Sockelbetrag. „Nicht nur dieser Betrag, sondern auch die gleich zu Beginn der Krise, als wir schließen mussten, gezahlte, unkonventionelle Hilfe von ebenfalls 5000 Euro hat uns durch die schwere Corona-Zeit getragen“, gibt Christian Groteheide offen zu.

Denn bei allem Engagement – die sonst üblichen Besucherströme sind in den vergangenen Monaten ausgeblieben. Selbst die so beliebten Sommerfilmtage verbuchten nur die Hälfte der sonst üblichen Zuschauer. Das mag mit an der großen Sommerhitze gelegen haben, „aber wir glauben“, so Groteheide, „dass viele Kinofreunde aus Angst vor einer Corona-Ansteckung dem Kino fern geblieben sind.“

Dabei haben die Bambi-Macher in ihren beiden Kinosälen sowie im Foyer alles getan, um den Abstands- und Hygieneregeln gerecht zu werden. Mit den kommenden Neustarts und einem weiterhin anspruchsvollen und abwechslungsreichen Programm wollen sie den Einbußen entgegenwirken. Was hatte doch Petra Müller, Geschäftsführerin der Film- und Medienstiftung NRW, bei der Preisvergabe gesagt? „Mit der bis dato höchsten Prämiensumme, die die Film- und Medienstiftung vergeben hat, wollen wir dazu beitragen, dass die Kinobetreiber die aktuellen Herausforderungen meistern können.“ Nicht nur die Bambi-Betreiber hoffen, dass sie Recht behält.

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