Gütersloh
16.000 Euro durch Zahngold-Spende

Gütersloh (lun) - Dass auch viele kleine Spenden etwas Großes bewegen können, hat die Zahnarztpraxis von Dr. Jochen Deppe bewiesen: Insgesamt 16.226,63 Euro übergab Deppe an den Hospiz- und Palliativ-Verein Gütersloh. Das Geld kam aus Zahngold-Spenden der vergangenen Jahre zusammen. 

Dienstag, 11.08.2020, 16:30 Uhr aktualisiert: 11.08.2020, 16:46 Uhr

„Das Geld kommt nicht von mir, ich gebe es nur weiter“, gab sich der Arzt bei der symbolischen Scheck-Übergabe bescheiden. Denn die Summe entstand aus insgesamt 1,5 Kilogramm Zahngold, das der Arzt seinen Patienten im Laufe der vergangenen Jahre entnommen hat.

Guter Wille der Patienten

„Niemand muss das Zahngold spenden, es ist ein freiwilliges Angebot“, unterstich Deppe den guten Willen seiner Patienten. Von denen haben sich offenbar viele zur Spende bereiterklärt. Schließlich wiege eine einzelne Blombe laut Deppe höchstens fünf Gramm. „Dass so eine Summe dabei rumkommt, das hat mich auch überrascht“, gab er zu. Meist hätten sich die Patienten gewünscht, dass das Geld für gute Zwecke in der Region genutzt wird.

„Dank einer Patientin stießen wir auf den Hospiz- und Palliativ-Verein Gütersloh und seine Arbeit“, erinnert sich Deppe. Silke Schadwell und Brigitte Gehle vom Hospiz- und Palliativ-Verein nahmen die Spende entgegen und gaben Einblicke in den Hospizalltag. Das Geld könne gerade jetzt gut gebraucht werden, da zahlreiche Veranstaltungen des Hospizes aufgrund der Corona-Pandemie ausfallen müssten. „Auf denen generieren wir sonst einige Spenden“, sagte Schadwell. Insgesamt sei das Hospiz jährlich auf Spenden in Höhe von 150 000 bis 200 000 Euro angewiesen.

Eis-Gutschein als Dank

Als Dank an den Arzt hatten Schadwell und Gehle einen Eis-Gutschein dabei. „Der wird bei den aktuellen Temperaturen nicht lange überleben“, waren sich Deppe und sein Kollege Prashant Singh einig. Außerdem brachten die Hospiz-Mitarbeiterinnen einen Aushang mit, der den Spendern explizit dankt und seinen Platz in der Praxis finden soll. Wohin die nächste Zahngold-Spende geht, da wollte sich der Arzt noch nicht festlegen – es wird aber wohl wieder eine Organisation in der Region werden.

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