Keine finanziellen Verpflichtungen mehr eingehen - lediglich Verlustabdeckung
Flughafen Paderborn-Lippstadt: Kreis Gütersloh will aussteigen

Gütersloh (WB). Der Kreis Gütersloh, der mit acht Prozent am Flughafen Paderborn-Lippstadt beteiligt ist, plant den Ausstieg. Der Kreisausschuss hatte am Montag einstimmig entschieden, keine weitere finanziellen Verpflichtungen mehr einzugehen.

Dienstag, 11.08.2020, 13:37 Uhr aktualisiert: 11.08.2020, 13:40 Uhr
Dem Flughafen Paderborn-Lippstadt läuft die Zeit davon. Bereits Mitte Oktober droht die Insolvenz. Foto: Jörn Hannemann

In einer Pressemitteilung vom Dienstag teilte der Kreis Gütersloh mit, künftig keine Zahlungen, die über die sogenannte „Verlustabdeckung 1” hinausgehen, an den Flughafen zu tätigen. Mit dieser Ende 2019 beschlossenen Vereinbarung hatte sich der Teilhaber verpflichtet, bis zu 200.000 Euro im Jahr als Verlustausgleich zu übernehmen.

Wie mitgeteilt, soll die Verwaltung darüber hinaus mit dem Hauptgesellschafter des Airports über einen Ausstieg des Kreises Gütersloh aus der Flughafen GmbH verhandeln. Mögliche anfallende Kosten, in Form von Ausgleichszahlungen an die Versorgungskasse, habe man bei diesem Entschluss berücksichtigt.

In den kommenden Wochen sollen Kommunalpolitiker zahlreicher Kreistage und der Stadt Bielefeld über die Zukunft des Verkehrsflughafens, der aktuell monatlich mehr als eine Millionen Euro Verlust macht, entscheiden.

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