Gütersloh
Explosion zerstört Showroom von Miele-Partner

Gütersloh/Beirut (lw) - Die schwere Explosion in Beirut im Libanon hat auch einen Vertragspartner von Miele schwer getroffen. Der Showroom, der direkt am Hafen liegt, wurde dabei vollständig zerstört.

Montag, 10.08.2020, 18:35 Uhr aktualisiert: 10.08.2020, 19:01 Uhr

Wie Miele-Pressesprecher Carsten Prudent auf Anfrage dieser Zeitung erklärt, betreibt Miele in Beirut keinen eigenen Showroom und beschäftigt dort auch keine eigenen Mitarbeiter. Es gebe aber einen Importeur, „mit dem wir seit 36 Jahren sehr vertrauensvoll und erfolgreich zusammenarbeiten“.

Verletzte nicht in Lebensgefahr

Sein Showroom und das angegliederte Service-Center seien durch die enorme Explosion vollständig zerstört worden. „Wie durch ein Wunder ist dabei aber keiner der etwa 15 Menschen, die dort vor Ort tätig sind, ums Leben gekommen“, so Prudent. Es habe Verletzte gegeben, von denen sich aber niemand in Lebensgefahr befinde.

Enger Kontakt zur Betreiberfamilie

Die zerstörten Geschäftsräume seien zuletzt von Grund auf renoviert und umgestaltet und erst eine Woche vor der Explosion wieder eröffnet worden, sagt der Pressesprecher. „Wir bei Miele sind erschüttert über dieses Unglück, aber auch außerordentlich erleichtert, dass die Familie und alle Angestellten am Leben sind.“ Die Geschäftsleitung und weitere langjährige Gütersloher Ansprechpartner hielten engen Kontakt zur Betreiberfamilie Wakim und leisteten seelischen Beistand.

Miele unterstützt beim Wiederaufbau

Wie es nach der verheerenden Explosion weitergehen soll, steht bereits fest. „Unser Partner in Beirut möchte sein Geschäft so bald wie möglich wieder aufbauen“, erklärt Prudent. Miele habe angekündigt, ihn dabei zu unterstützen. „Wir sind weiterhin in Gedanke bei der Familie und ihren Angestellten und gehen fest davon aus, dass unsere gemeinsame Erfolgsgeschichte weitergeht.“

Hafen von Beirut

Wie berichtet, waren vergangene Woche Dienstag um 18.08 Uhr Ortszeit 2750 Tonnen Ammoniumnitrat in einem Hafenspeicher explodiert. Die Explosion zerstörte nicht nur den Pier, sondern richtete auch große Schäden in weiten Teilen der Stadt an. Mindestens 220 Menschen wurden getötet. Mehr als 6000 Personen wurden verletzt.

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