Gütersloh
Erste Infizierte sind eingezogen

Kreis Gütersloh (lw) - Die ersten Bewohner sind in die Übergangsunterkünfte an der Töpferstraße eingezogen. Wie die Kreisverwaltung auf Nachfrage dieser Zeitung mitteilte, sind drei Infizierte (Stand Mittwoch, 15 Uhr) in die ehemaligen Briten-Häuser eingezogen.

Mittwoch, 08.07.2020, 07:58 Uhr aktualisiert: 08.07.2020, 20:31 Uhr

 Am Dienstag hatte die Verwaltung noch mitgeteilt, dass die Unterkünfte nun bezugsfertig – samt gefüllten Kühlschränken – seien. Wie berichtet, sind die Häuser an der Töpferstraße vergangene Woche hergerichtet worden, um Infizierte unterzubringen. Der Kreis erfüllt damit einen Wunsch der Landesregierung, Infizierte von Personen zu separieren, die sich bisher nicht angesteckt haben. Somit solle verhindert werden, dass sich die Quarantäne für die Angehörigen und Mitbewohner der Infizierten immer weiter verlängere, weil sie sich nach und nach im gemeinsamen Haushalt anstecken könnten.

Insgesamt sind dort Plätze für bis zu 500 Personen eingerichtet worden. Wobei länger nicht klar war, für wen diese Unterkünfte eigentlich genau sind. Familien – so die Vorgabe – sollen nicht getrennt werden. Anlieger hatten vergangene Woche Kritik geäußert, nachdem die Pläne, die ehemaligen Briten-Häuser zu nutzen, öffentlich geworden waren. Sie forderten unter anderem, dass es einen Wachdienst geben solle, damit sichergestellt sei, dass sich das Virus nicht in der Siedlung verbreite.

Dem hatte der Kreis bereits eine Absage erteilt. Es handele sich ausschließlich um Menschen, die sich an die Quarantäne gehalten hätten. Für sogenannte Quarantäneverweigerer stünden zwei weitere Unterkünfte zur Verfügung – in Herzebrock-Clarholz und Rheda-Wiedenbrück. In beide seien bisher keine Menschen eingezogen, sagte Jan Focken, Pressesprecher des Kreises, gestern Nachmittag. Zwar gebe es auch Quarantänebrecher – also Menschen, die sich nicht an die Vorgaben hielten, indem sie ihre Wohnung verließen oder Besucher zu sich einluden.

Bisher habe man aber noch nicht die Maßnahme ergreifen müssen, sie in dem ehemaligen Bürogebäude in Herzebrock-Clarholz oder in dem Motel in Rheda-Wiedenbrück unterbringen zu müssen. Diese Häuser sind sowohl für Menschen, die positiv als auch für diejenigen, die negativ getestet wurden.

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