Gütersloh
Fraktionen setzen sich für Neubau ein

Gütersloh (rebo) - Für den Neubau einer Grundschule am Neißeweg setzen sich die Fraktionen von SPD und BfGT ein. Das könnte günstiger sein als der geplante Umzug der Grundschule in die Gebäude der auslaufenden Freiherr-vom-Stein-Realschule, argumentieren die Fraktionen.

Dienstag, 12.05.2020, 07:15 Uhr

Außerdem könnten in einem Neubau bessere Voraussetzungen für ein modernes pädagogisches Konzept geschaffen werden. In einem gemeinsamen Antrag für den Bildungsausschuss (Sitzung am Dienstag, 19. Mai, 17 Uhr, Stadthalle) schlagen SPD und BfGT vor, die Verwaltung solle prüfen, welche Kosten entstünden, wenn die alten Gebäude am Neißeweg abgerissen und von einem Generalunternehmer am selben Standort eine neue Schule errichtet würde.

Diese Kalkulation solle mit den Kosten verglichen werden, die für Sanierung, Unterhaltungs- und Folgemaßnahmen an der Freiherr-vom-Stein-Realschule entstünden. An der Grundschule Neißeweg besteht – wie berichtet – schon jetzt Raumnot. Einige Klassen werden in Containern unterrichtet. Weil die Anmeldezahlen an der Schule aber steigen, muss ein dritter Zug für die Eingangsklassen eingerichtet werden. Eine statische Prüfung hatte ergeben, dass die Bausubstanz marode und nicht erhaltenswert ist. Sanierung und Anbau kommen nicht in Betracht. Bereits Schuljahr 2020/21 sollen deshalb vermutlich die dritten Klassen in freie Räume der benachbarten Realschule ausweichen.

Verwaltung plant vollständige Verlagerung

 Die Verwaltung plant zudem, die Grundschule künftig vollständig an den Realschulstandort zu verlagern. Dazu gebe es bisher nur erste Überlegungen, erklären Dr. Martin Goecke und Chris Ziegele, bildungspolitische Sprecher von SPD und BfGT, im gemeinsamen Antrag der Fraktionen. Die Realschulgebäude seien aber baulich für ein modernes Grundschulkonzept nicht geeignet. Sie müssten massiv umgebaut werden.

SPD und BfGT führen als Beispiel die dritte Gesamtschule an. Dort sei deutlich geworden, dass ein Neubau (an der Gesamtschule eines Traktes) erheblich günstiger sein könne als die Sanierung eines Bestandsgebäudes. Verwirklichen soll das Neubauprojekt ein Generalunternehmer. Dadurch könne sichergestellt werden, dass der Neubau zügig fertiggestellt werde, argumentieren SPD und BfGT. Der Abschluss des Neubauprojekts am Neißeweg solle für 2024 geplant werden. Die Schüler der Grundschule sollten nur für eine Übergangszeit in der ehemaligen Realschule unterrichtet werden. Die Vergabe an einen Generalunternehmer habe einen weiteren Vorteil, erläutern Goecke und Ziegele: Personelle Kapazitäten in der Bau- und in der Schulverwaltung könnten für die Entwicklung anderer Schulstandorte genutzt werden. Die Verwaltung hatte sich erst kürzlich dafür ausgesprochen, notwendige Erweiterungen an anderen Grundschulen zügig voranzutreiben.

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