Gütersloh
Gottesdienste mit Abstand ab 16. Mai

Gütersloh (rebo) -  „Endlich ist es soweit.“ Mit diesen Worten eröffnet Pfarrer Elmar Quante, Leiter des Pastoralen Raums Gütersloh, die aktuellen Pfarrnachrichten. „Wir dürfen in unseren Kirchen wieder öffentliche Gottesdienste feiern.“ Und ab dem übernächsten Wochenende soll das auch geschehen.

Donnerstag, 07.05.2020, 18:28 Uhr aktualisiert: 07.05.2020, 20:01 Uhr

 „Aber es sind Gottesdienste, die aufgrund der Corona-Pandemie anders sein werden.“ Quante sieht es pragmatisch und sagt, man habe in den vergangenen Wochen viel Neues im Umgang miteinander lernen müssen. „Warum nicht auch bei der Feier der Eucharistie?“

Nur jede zweite Bankreihe wird besetzt

Zunächst soll ab dem 16. und 17. Mai samstags beziehungsweise sonntags jeweils ein Gottesdienst in den einzelnen Pfarrkirchen gefeiert werden. „Wer

Zur Verfügung stehende Plätze in den einzelnen Kirchen: Herz Jesu 53 (Gottesdienst am Samstag, 16. Mai, ab 17 Uhr); St.-Bruder-Konrad 105 (Gottesdienst am Sonntag, 17. Mai, ab 9.30 Uhr); St. Friedrich 28 (Gottesdienst am Sonntag ab 9.30 Uhr); St. Marien 54 (Gottesdienst am Sonntag ab 11 Uhr); Christ König 57 (Gottesdienst am Sonntag ab 9.30 Uhr); Heilig Geist 60 (Gottesdienst am Samstag ab 18 Uhr); Heilige Familie 75 (Gottesdienst am Samstag ab 17 Uhr); Liebfrauen 60 (Gottesdienst am Sonntag ab 11 Uhr); St. Pankratius 86 (Gottesdienst am Sonntag ab 11 Uhr). In Maria Königin und in der Kapelle des St.-Elisabeth-Hospitals finden zunächst keine Gottesdienste statt.

Anmeldung zu den Gottesdiensten bis freitags, 12 Uhr, im Pfarrbüro St. Pankratius, ☎ 05241/12925.

daran teilnehmen will, muss sich anmelden“, erläutert Quante. Weil auch in den Kirchen die Abstandsregeln eingehalten werden müssten, stünden nur in jeder zweiten Bankreihe Plätze zur Verfügung – im Abstand von anderthalb Metern. Mit der Anmeldung werde gesichert, dass für das Gemeindemitglied auch ein Platz frei sei. Zudem könne eine Teilnehmerliste erstellt werden. Die müsse der Pastorale Raum dem Gesundheitsamt vorlegen, sollte es in einem Gottesdienst zu einer Neuinfektion kommen.

Live-Stream wird weiter angeboten

Ob die so noch zur Verfügung stehenden Plätze ausreichen – diese Frage kann Elmar Quante noch nicht beantworten. „Ganz ehrlich: Wir wissen es selbst nicht“, betont er deshalb in den Pfarrnachrichten. Die Anmeldungen für den 16. und 17. Mai würden zeigen, wie viele Christen in Zeiten der Corona-Pandemie den Gottesdienst besuchen wollten. Der digitale Live-Stream vom Gottesdienst in St. Pankratius werde auch weiterhin ins Netz gestellt. „Die Zugriffe in den vergangenen Wochen waren hoch“, sagt Quante. Am Ostersamstag hätten rund 700 Gläubige die Messe verfolgt. An normalen Sonntagen schalteten sich rund 400 Menschen zu.

Orgelspiel ohne Gesang

Wenn sich beim ersten Termin für die Gottesdienste in den Kirchen herausstelle, dass die Kapazitäten zu gering für die Nachfrage seien, wollte das Team des Pastoralen Raums reagieren und für das folgende Wochenende mehr Gottesdienste anbieten. Auf den Gesang werde man in der nächsten Zeit verzichten müssen, erläutert Quante. Credo, Sanctus und Agnus Dei würden deshalb gebetet. „Die Orgel kommt aber zum Einsatz.“ Auch der Kommuniongang entfalle. Stattdessen gehe der Priester durch die leeren Bankreihen und reiche demjenigen, der stehe, schweigend die Kommunion. Wer sich nicht empfangen wolle, solle sich einfach setzen. Damit nicht alle Traditionen aufgegeben werden, hat sich das Team des Pastoralen Raums entschieden, am 10., 17. und 31. Mai zur Maiandacht ab 18 Uhr in der Kirche Bruder Konrad einzuladen – mit Teilnehmerliste direkt an der Kirchtür.

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