Gütersloh
„Restez chez vous! – Bleiben Sie zuhause!“

Gütersloh (gl) - „Restez chez vous! - Bleiben Sie zuhause!“: So wird in Güterslohs französischer Partnerstadt die Anforderung an die Bevölkerung in der aktuellen Corona-Situation auf den Punkt gebracht. Wie überall in Frankreich gilt eine Ausgangssperre, die auch Parks und Wälder umfasst.

Montag, 06.04.2020, 15:51 Uhr aktualisiert: 06.04.2020, 16:46 Uhr

Wer die Wohnung verlässt, muss eine Bescheinigung haben, auf der der Grund für den Aufenthalt vermerkt ist, wozu dringend notwendige Erledigungen wie Einkauf, Arzt- oder Apothekenbesuch gehören. Spaziergänge sind nur in einem Radius von einem Kilometer um die Wohnung herum erlaubt. Auf den Internetseiten der Gütersloher Partnerstädte gleichen sich die Informationen: Hinweise auf Verordnungen, Vorsorge- und Hygienemaßnahmen und Kontaktadressen bestimmen das Bild in Grudziadz (Polen), Broxtowe (Großbritannien) und Falun (Schweden). Auch aus dem russischen Rshew erreichen die Stadtverwaltung Gütersloh Informationen. Es wird von umfassenden Einschränkungen berichtet: Ausgang nur für notwendige Einkäufe, das Ausführen von Hunden nur in einem begrenzten Radius.

Besondere Einkaufszeiten für Senioren

Ähnlich im schwedischen Falun: Schulen sind geschlossen. Der Unterricht findet online statt. Insgesamt geht Schweden einen Weg, der ältere Menschen und Menschen mit erhöhtem Gesundheitsrisiko Kontaktverzicht verordnet, Veranstaltungen mit weniger als 50 Teilnehmern sind aber offensichtlich auf Basis einer Risikobewertung noch erlaubt. In Grudziadz greifen verschärfte Maßnahmen der Regierung. Geschäfte, Gastronomie und Hotellerie sind geschlossen. Für Senioren über 65 Jahren sind von 10 bis 12 Uhr besondere Einkaufszeiten vorgesehen. „You must now stay at home“ – „Sie müssen jetzt zuhause bleiben,“ heißt es auf der Internetseite von Broxtowe. Verlassen werden darf das Haus nur, um zur Arbeit zu gehen – als Mitarbeiter in einer Schlüsselposition – für Einkäufe, für Fitness draußen, für Pflege und Unterstützung kranker Menschen und für medizinische Hilfe.

Alle Partnerstädte sind betroffen

Abgesagt beziehungsweise verschoben worden sind seit März auch geplante gegenseitige Besuche. Bürgermeister Henning Schulz hat sich in einem Brief an seine Kollegen gewandt: „Wir sind mit Zuversicht in das Jahr 2020 gestartet, mit der Vorfreude, weitere Projekte mit unseren Partnerstädten umzusetzen. Nun ist alles anders. Eines eint uns: Wir alle sind in derselben Weise betroffen und können nur durch gemeinschaftliche Anstrengungen diesen Gegner bezwingen.“

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