Gütersloh
Senioren dürfen in Haus Nordlicht bleiben

Gütersloh (rebo) -  Die Bewohner der Senioren-Wohngemeinschaft Haus Nordlicht dürfen darauf hoffen, weiterhin in ihrem Zuhause betreut zu werden. Der Betrieb soll weiterlaufen. 

Dienstag, 04.02.2020, 17:52 Uhr

Nachdem der Betreiber, die WF Kranken- und Seniorenpflege Ambulanz GmbH, am 23. Januar Insolvenz angemeldet hat, hat der Insolvenzverwalter Axel Geese die 50 Mitarbeiter darüber informiert, dass ihre Arbeitsverhältnisse aufrecht erhalten würden und der Betrieb an der Neuenkirchener Straße weitergeführt werde.

Zahlungen übers Insolvenzgeld gesichert

Die Zahlung der Löhne und Gehälter sei über das Insolvenzgeld der Agentur für Arbeit gesichert. Maik Badagliacca, Geschäftsführer der Firma WF Kranken- und Seniorenpflege Ambulanz, erklärt in einer Pressemitteilung, Geese habe die Mitarbeiter in einer Versammlung über den aktuellen Stand und den geplanten Verlauf des Insolvenzverfahrens informiert. Die Reaktion der Mitarbeiter sei überwiegen positiv gewesen. Bis auf einige Ausnahmen stünden alle hinter dem Unternehmen und würden die Betreuung der Senioren weiterhin übernehmen. „Die Versorgung der Patienten ist damit gesichert“, betont Badagliacca in seiner Mitteilung. Auch eine Mitarbeiterin des Kreises, der als Aufsichtsbehörde für den Betrieb der Einrichtung zuständig ist, habe bei der Versammlung betont, es bestehe derzeit keine Veranlassung, das Haus Nordlicht zu schließen.

Wohngruppe für 16 Senioren

Wie berichtet, hatte es am 24. Januar geheißen, das Haus an der Neuenkirchener Straße müsse aus finanziellen Gründen und wegen Personalmangels geschlossen werden. Im Haus Nordlicht werden 16 Senioren rund um die Uhr betreut. Zur WF Kranken- und Seniorenpflege Ambulanz gehören zudem eine Tagespflege an der Sauerlandstraße, ein mobiler Pflegedienst, ebenfalls mit Sitz an der Sauerlandstraße sowie die Pflegeberatung in Verl. Insgesamt sollen bei der Firma zum Zeitpunkt des Insolvenzantrags mehr als 50 Mitarbeiter beschäftigt gewesen sein. Rund 130 pflegebedürftige Menschen werden von ihnen versorgt.

Geschäftsführung ist zuversichtlich

Geschäftsführer Maik Badagliacca äußerte sich auch auf mehrmalige Nachfrage nicht persönlich zu dem Vorgang. In seiner Mitteilung erklärte er aber, Axel Geese habe als vorläufiger Insolvenzverwalter wichtigen Lieferanten und Dienstleistern von WF Kranken- und Seniorenpflege Ambulanz Zahlungszusagen erteilt. „Wir sind zuversichtlich, dass wir das Unternehmen trotz der schwierigen Situation wieder auf Kurs bringen und gestärkt aus dem Insolvenzverfahren hervorgehen werden“, heißt es in der Pressemitteilung abschließend.

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