Gütersloh Kirchengemeinde will 35 Bäume setzen

Gütersloh (gl) - Die Evangelische Kirchengemeinde Gütersloh muss aus Sicherheitsgründen knapp zehn Prozent ihres Baumbestands fällen lassen. Das hat eine Prüfung durch einen externen Gutachter ergeben. Die Bäume sollen ersetzt werden.

Von Anonymous User

Um die allgemeine Verkehrssicherungspflicht zu erfüllen, werde in regelmäßigen Abständen der gesamte Baumbestand fachkundig kontrolliert, heißt es in einer Mitteilung der Kirchengemeinde. Ergebnis nach vier Jahren, darunter zwei Rekord-Sommer: 35 von 400 Bäumen müssen gefällt werden. Die Standsicherheit könne nicht mehr gewährleistet werde.

Drei Bäume an der Apostelkirche, vier Bäume seitlich und hinter der Martin-Luther-Kirche und sechs Bäume im Wäldchen am Schlangenbach, die an den Postdamm und die Kindertagesstätte grenzen, müssten zuerst gefällt werden, weil von ihnen eine akute Gefahr ausgehe, heißt es. Auf dem Gelände an der Kirchstraße, wo unter anderem das Haus der Begegnung und der Diakonie-Campus ansässig sind, seien fünf Bäume, an der Erlöserkirche vier, an der Kirche Zum Guten Hirten und an der Johanneskirche jeweils ein Baum sowie an der Evangeliumskirche vier Bäume betroffen.

In der Prioritätsstufe drei ebenfalls abgängig seien auf Dauer zwei Bäume an der Matthäuskirche, an den Pfarrhäusern der Erlöserkirche und der Matthäuskirche jeweils drei beziehungsweise zwei Bäume. Andere Standorte könnten durch kostenintensive Pflegemaßnahmen, in der Regel durch Rückschnitt in den Kronen, gerettet werden. Dafür seien von der Gemeinde 12 000 Euro eingeplant.

Die Mitglieder des Presbyteriums seien vom Bericht des Gutachters betroffen gewesen, heißt es in der Mitteilung weiter. Die Sicherheit von Passanten, Besuchern kirchlicher Gebäude und Kita-Kindern hätten nach Aussage des Vorsitzenden Pfarrer Eckhard Heidemann aber Priorität. Auch der Fachbereich Grünflächen werde um eine Einschätzung gebeten. Wo es um die Baumschutzsatzung gehe, seien darüber hinaus Genehmigungen einzuholen.

Für die gefällten Bäume sollen großzügige Ersatzpflanzungen erfolgen, betont die Kirchengemeinde. Die größte Anzahl an Bäumen der Evangelischen Kirchengemeinde – zusätzlich zu den bereits genannten – steht übrigens auf den drei parkähnlichen Friedhöfen. Dort sei bereits in der Vergangenheit durchgeholzt und im größeren Stil wieder aufgeforstet worden.

Freie Flächen, die wegen der veränderten Bestattungskultur mit mehr Urnen- und weniger Erdbestattungen frei würden, böten weitere Möglichkeiten, die jetzt vorzunehmenden Eingriffe auszugleichen. Die Gemeinde prüfe, wo auf ihren Grundstücken optional weitere Bäume gepflanzt werden können.

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