Gütersloh
Gütersloh sucht neuen Kulturkoordinator

Gütersloh (dop) - Die Stadt Gütersloh sucht nach nicht mal einem Jahr erneut eine(n) Kulturkoordinator(in). Noch bis zum 16. Februar können sich Interessenten auf die entsprechende Ausschreibung - diesmal ist es eine volle, auf drei Jahre befristete Stelle - bewerben.

Mittwoch, 05.02.2020, 10:25 Uhr

„Es ist schade, dass ich jetzt, wo das Team gerade komplett war und richtig Fahrt aufgenommen hat, gehe. Und mir tut es auch leid, diese spannende Aufgabe abzugeben, aber das Leben mit seinen Überraschungen gewährt mir noch einmal eine Elternpause“, erklärt die aktuelle Kulturkoordinatorin Kirsten Reckeweg. Im März 2019 war sie – in halber Stelle – angetreten, um die Kulturentwicklung vor Ort gemäß des vereinbarten Plans in und für die Stadt Gütersloh umzusetzen. Und das auf breiter Basis, will heißen: nicht allein aus Sicht des Fachbereichs Kultur, also von oben herab, sondern mit einer starken Bürgerbeteiligung. Nicht zuletzt das von ihr organisierte Kulturforum am Montag, 10. Februar, ab 17 Uhr in der Stadtbibliothek zeugt davon.

„Kirsten Reckeweg hat in der kurzen Zeit einiges auf den Weg gebracht“, lobt Fachbereichsleiterin Lena Jeckel vor allem mit Blick auf die sogenannte Erinnerungskultur. Reckeweg hat die Erzählcafés wiederbelebt und eine Geschichtswerkstatt eingerichtet, um auch junge Leute für das Thema zu interessieren. Hinzu kamen Treffen am runden Tisch, um die unterschiedlichen Kulturakteure besser zu vernetzen. Der soll als etablierte Dachveranstaltung auch künftig mindestens zweimal im Jahr zu jeweils aktuellen Themen stattfinden.

Und was die Geschichtswerkstatt betrifft, so hofft Reckeweg, dass ihr Nachfolger über die bisherigen guten Ansätze hinaus weitere Kooperationen mit verschiedenen Schulen, aber auch mit Stadtarchiv und -museum auf den Weg bringt.

Ursprünglich auch noch für die Kunst im öffentlichen Gütersloher Raum verantwortlich, hat diese Aufgabe im Dezember bereits die freie Kölner Kunsthistorikerin Birgit Laskowski übernommen. Wie berichtet, wurde deren Position im Rahmen eines auf zwei Jahre angelegten interkommunalen Regionale-Projekts geschaffen. Weshalb sie sich nicht nur um die bildende Kunst in Güterslohs, sondern auch um die in Bielefeld und Herford kümmern muss.

Was Kirsten Reckeweg ihrem Nachfolger wünscht: „Offenheit für die Vielfalt Gütersloh und Interesse nicht nur für Leuchtturmprojekte, Empathie für und diplomatisches Geschick im Umgang mit den verschiedenen Kulturakteuren und die Fähigkeit, den Überblick bei all den vorhandenen Gemenge-Lagen zu bewahren.“ Ob sie nach drei Jahren zurückkehrt, bleibt abzuwarten. Ganz bewusst habe sie sich für diese Elternzeit entschieden, um einem Nachfolger nicht nur inhaltlich, sondern auch zeitlich eine reizvolle Stelle zu bieten. Lena Jeckel ergänzt: „Wir suchen jemanden, der sich nicht nur für Kunst und Kultur interessiert, sondern diese auch zu repräsentieren zu vernetzen weiß.“

Wichtige Termine stehen bereits

Die scheidende Kulturkoordinatorin Kirsten Reckeweg hat schon einige Termine und Veranstaltungen – vor allem im Rahmen ihres Schwerpunktthemas Erinnerungskultur – für dieses Jahr festgezurrt:

„Lesen gegen das Vergessen“:

Erneut wird in der Martin-Luther-Kirche der Bücherverbrennung 1933 gedacht. Der Schwerpunkt der Veranstaltung am Samstag, 9. Mai, ab 11 Uhr wird diesmal auf der Jugendliteratur damaliger Zeit liegen. Beteiligt sind erstmals Schüler der Anne-Frank-Gesamtschule.

Erzählcafés:

Das nächste Erzählcafé zum Thema „kommunale Neugliederung“ findet am Dienstag, 25. Februar, in der Isselhorster Holtkämperei statt. Am Dienstag, 26. Mai, geht es um die früheren und heutigen Brennereien in Gütersloh. Dieses Erzählcafé wird im Stadtarchiv stattfinden, weil dort dann eine entsprechende Ausstellung zu sehen ist. Angedacht ist zudem im Sommer ein Erzählcafé mit Picknick zur Gütersloher Badekultur. Um junges Publikum zu gewinnen, ist als Veranstaltungsort das bei Jugendlichen beliebte Wapelbad im Gespräch.

Runder Tisch:

Der nächste wird voraussichtlich am Donnerstag, 28. Mai, in der Stadthalle stattfinden.

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