Gütersloh Klares Kultur-Statement gegen Rechts

Gütersloh (dop) - Nicht zuletzt aufgrund des politischen Erdbebens in Thüringen hat Kulturdezernent Andreas Kimpel am Ende der Kulturausschusssitzung am Donnerstagabend noch einmal betont, dass sich die Gütersloher Kulturpolitik in allen Bereichen dafür einsetze, die Demokratie zu stärken.

Von Anonymous User

 „Kunst und Kultur“, so Kimpel, „haben nicht nur eine ästhetische Dimension, sondern immer auch eine politische.“ Es gelte, Freiräume zu schaffen und zu erhalten, um eine offene Gesellschaft zu bewahren. Jede Art von rechter Instrumentalisierung sei abzulehnen. „Und das sage ich ganz bewusst in einem Ausschuss, in dem noch keine antidemokratische Partei sitzt, die versucht, einen Ministerpräsidenten ins Boot zu hieven.“

Der Dezernent bedauerte, dass er das entsprechende Positionspapier des NRW-Städtetags zur Kunst- und Kulturförderung sowie zur Wertigkeit und Wirkung von Kultur, das er in der September-Sitzung präsentiert hatte, nicht als Beschlussvorlage eingebracht habe. Er verwies aber darauf, dass Gütersloh aktuell gerade dabei sei, ein Konzeptpapier zu erarbeiten, das einen Handlungsfaden anbietet, wie man den offensichtlich zunehmenden antidemokratischen Übergriffen auf Kultureinrichtungen entgegenwirken könne.

Dafür werde man in Kooperation mit dem Städtetag sowie den beiden NRW-Kultursekretariaten – dem ortsansässigen und dem im Wuppertal – eine Umfrage starten, die derartige Vorfälle, die aus den Mitgliederstädten gemeldet werden auflistet. Daraus soll ein Handlungskonzept entwickelt werden. „Es ist gut, dass Gütersloh als Pilotstadt dabei ist“, betonte der Kulturdezernent.

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