Gütersloh
Heimatpreis ist auf den Weg gebracht

Gütersloh (dop) - Einstimmig haben die Mitglieder des Kulturausschusses am Donnerstag beschlossen, einen mit 5000 Euro dotierten Heimatpreis auf den Weg zu bringen. Vorbehaltlich der notwendigen Absegnung durch den Rat könnte er bereits in diesem Jahr erstmals vergeben werden.

Freitag, 07.02.2020, 08:53 Uhr

Wie berichtet, hatte die FDP bereits im Frühjahr 2019 einen entsprechenden Antrag im Hauptausschuss gestellt. Die Verwaltung war beauftragt worden, entsprechende Kriterien auszuarbeiten, weil es diese vom Land NRW noch nicht gibt. Dafür aber ist das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung bereit, die Mittel für die Auszeichnung „Heimat, Zukunft Nordrhein-Westfalen – Wir fördern, was Menschen verbindet“ bereit zu stellen.

Unisono wurde die Idee von allen Partei-Vertretern im Kulturausschuss als gut empfunden. Heimat sei – auch vor dem Hintergrund der Migrations-Debatte – als Begriff wichtig. Die Auseinandersetzung damit und die Würdigung aber auch.

Michael Deppe vom Fachbereich Kultur erläuterte die Muss- und Kann-Bestimmungen für die Ausschreibung, die gleich nach einer positiven Ratsentscheidung erfolgen könnte. Preisträger sollen keine Einzelpersonen sein, sondern Körperschaften, Vereine oder Organisationen, die sich für Fragestellungen zu Heimat und Identität, kulturelle Wurzeln oder das Bewahren und Vermitteln von Traditionen engagieren und die Vielfalt des Themas fördern oder aber – fokussiert auf Besonderheiten – vertiefen. Eine fünfköpfige Jury ist vorgesehen. Sie könnte sich nach ersten Überlegungen aus Vertretern des Fachbereichs Kultur, dem Bürgermeister, Fachpersonen des Bereichs Geschichte (Stadt- oder Kreisarchiv) und der Ehrenamtskoordinatorin zusammensetzen.

Die BfGT-Idee, auch Mitglieder der Heimatvereine in die Jury aufzunehmen, wurde als kontraproduktiv verworfen, weil die Vereine potenzielle Preisträger sind und es deshalb zu Interessenkonflikten kommen könnte.

Zusätzlich aufgenommen in die Bewerbungskriterien wurde der Vorschlag von Marco Mantovanelli (Grüne): Er forderte, dass auch Engagement zur Pflege und zum Erhalt heimatlichen Naturraums preiswürdig werden sollte.

Überlegungen zum Stadtjubiläum starten

Ebenfalls ein einstimmig positives Echo erfuhr der Antrag der Grünen, das Stadtjubiläum 2025 zum 200-jährigen Bestehen mit einer attraktiven Kunstaktion aufzuwerten. Während Mantovanelli einen Ideenwettbewerb oder einen Stelenpfad entlang der Dalke vorschlug, erklärte Almuth Wessel (Linke), dass Gütersloh eine großangelegte Skulpturenausstellung wie die „Exponata“ in Münster gut zu Gesicht stände. Kulturdezernent Andreas Kimpel nimmt die Anregungen mit in die Gespräche mit Gütersloh Marketing, das federführend bei der Programmplanung des Stadtjubiläums sei. Fest stehe schon, dass die – nur bis zum Ersten Weltkrieg reichende – Stadtgeschichte fortgeschrieben werden soll. Für alles Weitere müsse erst der organisatorische und vor allem der finanzielle Rahmen geschaffen werden.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7307823?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198389%2F2516079%2F
„Mit diesen hohen Zahlen habe ich nicht gerechnet“
Eigentlich ist Markus Altenhöner Kreisdirektor und Kämmerer. 90 Prozent seines Tagesablaufs ist er derzeit jedoch mit der Bewältigung der Corona-Krise beschäftigt. Der 40-Jährige leitet den zwölfköpfigen Krisenstab. Foto: Moritz Winde
Nachrichten-Ticker