Gütersloh
Schülerzahlen steigen kräftig an

Gütersloh (din) - Wer planen will, der benötigt Daten. Das gilt ganz besonders auch für die Gütersloher Grundschulen. Und manchmal sind solche Daten schneller obsolet, als die Stadt reagieren kann. Fest steht: Die Schülerzahlen steigen, und es wird mehr Platz benötigt.

Donnerstag, 20.02.2020, 13:21 Uhr

Das geht aus einem Statistik-Bericht hervor, den der Beigeordnete Henning Matthes jetzt dem Bildungsausschuss vorgelegt hat. Danach besuchen aktuell 3763 Jungen und Mädchen eine der 17 städtischen Grundschulen. Nach einer Prognose auch aufgrund der Geburten wird im Schuljahr 2023/24 die vorläufige Höchstzahl von 4067 erreicht.

Bei maximal 26 Schülern je Klasse resultieren daraus 43 Züge, zwei mehr als bisher beschlossen. Schon jetzt reicht der Platz in den Schulen eigentlich nicht aus. Laut Bericht beläuft sich der Raumbedarf bei der aktuellen Schülerzahl (Stichtag ist immer der 15. Oktober 2019) auf 2842 Quadratmeter zusätzlich. Im Schuljahr 2023/24 wären es bei der maximalen Schülerzahl stadtweit 6543 Quadratmeter zusätzlich. Heute beträgt die Gesamtfläche 37 137 Quadratmeter.

Der Beigeordnete Henning Matthes.

Platzbedarf resultiert auch aus der steigenden Quote der Schüler, die den offenen Ganztag besuchen. Aktuell liegt sie bei 64 Prozent. Matthes geht von einem weiteren Anstieg bis auf etwa 86 Prozent im Schuljahr 2028/29 aus. Wie berichtet, werden nach der Heidewaldschule als Referenzschule jetzt weitere Grundschulen unter die Lupe genommen, um zu ermitteln, welcher Platzbedarf tatsächlich besteht und welche Baumaßnahmen möglicherweise erforderlich sind.

Die Lage an den einzelnen Grundschulen ist sehr unterschiedlich. Während die Raumsituation etwa an der Grundschule Avenwedde-Bahnhof sowie der Edith-Stein- und der Overbergschule noch als komfortabel bezeichnet werden kann, ist das Defizit an den Grundschulen Heidewald und Nordhorn groß.

Sämtliche Prognosen sind allerdings mit Vorsicht zu genießen. Die Zahl der geborenen Kinder lasse keine Rückschlüsse auf das Anmeldeverhalten der Eltern zu, heißt es im Bericht. Die bauliche Entwicklung in den Stadtteilen könne zu Veränderungen führen (neue Wohnquartiere). Globale Entwicklungen und Zuzüge ließen sich nicht vorhersehen. Die Statistik müsse deshalb jährlich fortgeschrieben werden.

Für den weiteren Prozess des Ausbaus der Grundschulen müssten die Maßnahmen auf Grundlage der Schülerzahlentwicklung und sich daraus ergebender Raumbedarfe „sinnvoll priorisiert werden“.

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