Pro Tag 15 weitere Meldungen – Kreis gibt Tipps, um Ansteckung zu vermeiden
Grippewelle: 151 Fälle gemeldet

Gütersloh (WB). Eine Auswertung der dem Kreis Gütersloh von den Laboren gemeldeten Influenza-Nachweisen zeigt, dass die Grippewelle in den vergangenen drei Jahren im Februar gestartet ist und bis Ende März angedauert hat. So auch in 2019/2020: Bis zum 7. Februar wurden dem Kreis 151 Fälle gemeldet. Im Vorjahr waren es zum selben Zeitpunkt 88 Fälle (bis 31. März: 634 Fälle) und 2017/2018 insgesamt 77 Fälle (bis 31. März: 987 Fälle).

Samstag, 08.02.2020, 07:15 Uhr aktualisiert: 08.02.2020, 07:20 Uhr
Ein kleiner Piks kann vor Grippe schützen: Bis Ende Februar ist eine Impfung gegen Influenza noch möglich. Foto: dpa

„Pro Tag kommen zurzeit in der Abteilung Gesundheit etwa 15 Meldungen über den Nachweis von Influenza aus dem Labor an“, teilt Jan Focken, Sprecher der Gütersloher Kreisverwaltung, mit. Influenza stelle besonders ein Gesundheitsproblem für ältere Menschen dar, hier sei die Krankenhauseinweisungs- und auch die Todesrate am höchsten.

Influenzaviren werden als Tröpfcheninfektion über Husten und Niesen sowie durch einen direkten Kontakt, zum Beispiel über die Hände, in die vorher geniest oder das Taschentuch gehalten wurde, übertragen. Die Zeit von der Ansteckung bis zum Ausbruch der Erkrankung beträgt nur ein bis zwei Tage. Der Erkrankungsbeginn ist sehr plötzlich mit Fieber, Husten, Halsschmerzen, Muskel- oder Kopfschmerzen. Die Krankheitsdauer beträgt eine Woche, kann aber auch länger andauern. Kommt es drei bis zehn Tagen nach Beginn der Erkrankung zu einer Verschlechterung, liegt ein schwerer Krankheitsverlauf vor.

Erkrankung beginnt sehr plötzlich

Daher empfehlen der Kreis Gütersloh, die Kassenärztliche Vereinigung und die Apotheker im Kreis Gütersloh, dass gerade in dieser Zeit die Standardhygienemaßnahmen zur Reduzierung eines Infektionsrisikos angewendet werden. Dazu gehören Händewaschen, Abstand halten, Husten und Niesen in die Armbeuge sowie die Nutzung von Papiertaschentüchern, die sofort entsorgt werden. Zudem besteht die Möglichkeit, sich bis Ende Februar noch mit dem Vierfach-Impfstoff impfen zu lassen, was vor allem für folgende Personengruppen sinnvoll ist: alle Personen ab 60 Jahren, chronisch Kranke, Personen mit erhöhter beruflicher Gefährdung und Personen, die von ihnen betreute „Risikopersonen“ anstecken könnten. Der Impfstoff ist noch verfügbar und der Karneval steht vor der Tür.

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