Gütersloh: Griff in Kasse der WF Kranken- und Seniorenpflege bleibt vorerst folgenlos Keine Strafanzeige im Nordlicht

Gütersloh (WB). Der Griff in die Kasse der insolventen WF Kranken- und Seniorenpflege Ambulanz GmbH bleibt offenbar ohne juristische Folgen. In einer Pressemitteilung des vorläufigen Insolvenzverwalters Axel Geese (Bielefeld) ist keine Rede von einer Strafanzeige gegen eine Person, die zwischen Dezember und Januar die Firmenkonten leer geräumt haben soll.

Von Stephan Rechlin
Der Trauerflor kann vom Werbeschild des Hauses Nordlicht abgenommen werden, der Betrieb geht vorerst weiter.
Der Trauerflor kann vom Werbeschild des Hauses Nordlicht abgenommen werden, der Betrieb geht vorerst weiter. Foto: Stephan Rechlin

Diese Strafanzeige und weitere juristische Schritte wollte Geschäftsführer Maik Badagliacca dem Insolvenzverwalter überlassen. Ohne näher auf diesen Tatbestand einzugehen, teilt Badagliacca mit, dass Axel Geese die 50 Mitarbeiter darüber informiert habe, dass ihre Arbeitsverhältnisse aufrecht erhalten bleiben und der Betrieb an der Neuenkirchener Straße weitergeführt werde. Die Zahlung der Löhne und Gehälter sei über das Insolvenzgeld der Agentur für Arbeit gesichert.

Die Reaktion der Mitarbeiter sei überwiegend positiv gewesen. Bis auf einige Ausnahmen stünden alle hinter dem Unternehmen und würden die Betreuung der Senioren weiterhin übernehmen. „Die Versorgung der Patienten ist damit gesichert“, betont Badagliacca in der Mitteilung. Auch eine Mitarbeiterin des Kreisheimaufsicht habe bei der Versammlung betont, es bestehe derzeit keine Veranlassung, das Haus Nordlicht zu schließen.

Das Unternehmen hatte am 23. Januar einen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt, eigenen Angaben zufolge aus finanziellen Gründen und wegen Personalmangels. Im Haus Nordlicht werden 16 Senioren rund um die Uhr betreut. Zur WF Kranken- und Seniorenpflege Ambulanz gehören zudem eine Tagespflege an der Sauerlandstraße, ein mobiler Pflegedienst, ebenfalls mit Sitz an der Sauerlandstraße sowie die Pflegeberatung in Verl. Alles in allem versorgt das Unternehmen rund 130 pflegebedürftige Menschen.

Axel Geese habe als vorläufiger Insolvenzverwalter wichtigen Lieferanten und Dienstleistern von WF Kranken- und Seniorenpflege Ambulanz Zahlungszusagen erteilt. „Wir sind zuversichtlich, dass wir das Unternehmen trotz der schwierigen Situation wieder auf Kurs bringen und gestärkt aus dem Insolvenzverfahren hervorgehen werden“, heißt es in der Pressemitteilung abschließend.

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